Zahlenmässige Zuteilung als willkürlich taxiert
Walliser protestieren weiter gegen Spielbankenzulassung
publiziert: Dienstag, 7. Mrz 2000 / 17:10 Uhr

Sitten - Der Walliser Staatsrat bezeichnet die vom Bundesrat festgelegte zahlenmässige Zuteilung von Spielbanken pro Kanton als «willkürlichen Entscheid». Der Staatsrat will vor allem den Inhalt der Studie kennen lernen, auf die sich der Bundesrat stützt.

Damit verstärkt die Walliser Regierung ihren Druck in Sachen Spielbanken. In einem ersten Brief an Bundesrätin Ruth Metzler im Januar forderte die Regierung aus touristischen Gründen an Stelle der vorgesehenen zwei Spielbanken vier solche Institutionen.
In einem zweiten Brief teilte der Walliser Staatsrat der Bundesrätin nun mit, dass er ihre Ansicht nicht teile, wonach sich die neuen Leitlinien für das Konzessionsverfahren auf eine fundierte Studie betreffend Standortverteilung stütze.
Dem Walliser Staatsrat geht es dabei erneut um die Anzahl Casinos, wie er am Dienstag in einem Communiqué schreibt. Basierend auf den Logiernächten weise das Wallis eine leicht höhere Zahl als Graubünden und eine klar höhere Zahl als das Tessin auf.
Trotzdem sehe die bundesrätliche Konzessionspolitik für das Tessin ein bis zwei Grand Casinos und bis zu zwei Kursäle vor, für den Kanton Graubünden werde mit zwei bis drei Kursälen gerechnet. Der Staatsrat will nun den Inhalt der Studie kennen lernen, die dem Bundesrat als Grundlage diente.

(klei/sda)

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