Walter Tresch Nr. 1 der Lauberhorn-Legenden
publiziert: Samstag, 28. Mrz 2009 / 17:44 Uhr

Walter Tresch (61) gewann in Wengen die Handicap-Wertung des Legenden-Rennens zum Lauberhorn-Jubiläum.

Grosse Namen fuhren wie einst: Walter Tresch. (Archivbild)
Grosse Namen fuhren wie einst: Walter Tresch. (Archivbild)
Doch die beeindruckendsten Leistungen boten die Veteranen wie Martin Julen (82) oder Ernst Hinterseer (77), der Vater des Volksmusik-Stars Hansi. Julen, der am nächsten Dienstag 82 wird, ist damit noch zwei Jahre älter als das Lauberhorn-Rennen selbst, das am Wochenende ein vorgezogenes Jubiläum zur 80. Austragung feierte.

Der Lauberhorn-Slalomsieger 1955 und Vater von Olympiasieger Max Julen und Intersport-CEO Franz Julen fuhr, als ob die Zeit spurlos an ihm vergangenen wäre. Nur zehn Sekunden verlor er in einem Riesenslalom auf die Jungspunde wie «Guschti» Oehrli, «Pepi» Strobl oder Kristian Ghedina, die effektiv die besten Zeiten erzielt hatten. Hinterseer, Slalom-Olympiasieger von 1960, war sogar nur fünf Sekunden langsamer.

«Pepi» Strobl, Lauberhornsieger 2000, und Kristian Ghedina, Lauberhornsieger 1995 und 1997 und Streckenrekordhalter, waren mit 35 und 40 Jahren die jüngsten der 50 Teilnehmer. Zu den Herren gesetzteren Alters gehörten neben Martin Julen und Ernst Hinterseer auch Hias Leitner, Leo Lacroix, Willi Forrer oder Adolf «Dachs» Mathys, der vollbärtige Slalom-König der späten Fünfziger Jahre, die alle auch schon über 70 sind. Als der über ein Jahrzehnt jüngere Karl Cordin, WM-Zweiter 1970 hinter Bernhard Russi, diese rüstigen Senioren in Aktion sah, schüttelte er den Kopf und meinte: «Was habe ich gegen solche Leute in diesem Rennen zu suchen».

Ogi irrt sich nicht

Eine andere Ski-Legende stand am Pistenrand und verblüffte durch seine Fachkompetenz. Als Walter Tresch (61) unterwegs war, prophezeite er schon nach drei Toren: «Das gibt neue Bestzeit». Adolf Ogi, ehemaliger Direktor von Swiss-Ski, irrte sich nicht. Die Bestzeit seines einstigen Schützlings hielt über eine ganze Generation, bis die «Junioren» Oehrli und Co. gestartet waren, und reichte am Schluss zum Gesamtsieg in der Handicap-Wertung. Ab dem 40. Altersjahr bekam ein Fahrer pro Jahr einen Zehntel Bonus oder Malus.

Einer von den Angemeldeten fehlte - wie zu alten Zeiten. Dem Vernehmen nach soll Roland Collombin in Interlaken hängen geblieben sein. Und auch sein Copain Philippe Roux erschien nicht. Er hat sich, angeblich im Training auf das Legenden-Rennen, eine Achillessehnen-Verletzung zugezogen.

Das Klassement:
1. Walter Tresch (Sz) 31,15. 2. Reinhard Tritscher (Ö) 31,44. 3. Gustav Oehrli (Sz) 31,49. 4. Bruno Kernen I (Sz) 31,83. 5. Peter Frei (Sz) 31,97. 6. Anton «Jimmy» Steiner (Ö) 32,01. 7.Andreas Sprecher (Sz) 32,26. 8. Hans Pieren (Sz) und Urs Räber (Sz) je 32,27. 10. Tyler Palmer (USA) 32,32. 11. Josef Strobl (Ö) 32,38. 12. Karl Cordin (Ö) 32,54. 13. Dietmar Köhlbichler (Ö) 32,59. 14. Bojan Krizaj (Sln) 32,60. 15. Hias Leitner (Ö) 32,90. 16. Kristian Ghedina (It) 32,99. 17. Thomas Stangassinger (Ö) 33,06. 18. René Berthod (Sz) 33,12. 19. Petar Popangelov (Bul) 33,16. 20. Kurt Huggler (Sz) 33,16.

(ht/Si)

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