Walter kämpft gegen Entstehung von Profi-Parlament
publiziert: Sonntag, 22. Jul 2012 / 19:03 Uhr
Nationalratspräsident Hansjörg Walter.
Nationalratspräsident Hansjörg Walter.

Bern - Immer mehr Nationalratsmitglieder haben keinen andere Arbeit als die Politik. Das stellt Ratspräsident Hansjörg Walter fest. Die Weisung, möglichst wenige und kleine Subkommissionen zu bilden, solle indirekt die Entstehung eines Profi-Parlaments verhindern.

Hauser Kommunikation: Ihr Plus in Kommunikation, Public Affairs, Public Relations, Moderation.
1 Meldung im Zusammenhang
«Wir hoffen, mit dieser Weisung Gegensteuer geben zu können», sagte der Thurgauer SVP-Nationalrat in einem Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag». Dass etwas in Bewegung sei, zeige auch der relativ knappe Entscheid des Parlaments im vergangenen Juni, die Entschädigungen für Ratsmitglieder zu erhöhen.

Diese erhalten damit gut 1000 Franken mehr pro Jahr. «Das kommt all jenen entgegen, die nur noch als Parlamentsmitglied arbeiten», sagte Walter. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen gingen ausser dem Mandat im Parlament keiner anderen Arbeit mehr nach, stellte Walter fest. «Ich habe dafür wenig Verständnis».

Und: «Ich fände es nicht gut, wenn wir schleichend vom Milizparlament Abschied nehmen würden.» Besonders bei jüngeren Parlamentarierinnen und Parlamentariern sei das Risiko bei einer Nicht-Wiederwahl gross, danach mit leeren Händen dazustehen.

Über 50 Ratsmitglieder mit politischer Tätigkeit

Nach den eidgenössischen Wahlen 2011 hätten relativ viele Überbrückungshilfen gesprochen werden müssen. 29 Frauen und Männer schafften im Oktober die Wiederwahl nicht, doch nicht alle wollten die Unterstützung vom Bund beziehen.

Um ans Geld zu kommen, müssen Abgewählte einen Antrag bei der von Walter präsidierten Verwaltungsdelegation stellen. Die Überbrückungshilfe vom Bund beträgt zweimal höchstens 30'000 Franken pro Jahr. 2011 verdiente ein Nationalrat samt Spesen im Mittel 136'000 Franken, ein Ständerat 150'000 Franken.

Laut Zahlen der Parlamentsdienste vom Dezember gaben von den 200 Nationalratsmitgliedern 36 «politische Tätigkeit» als Beruf an. Dasselbe taten 18 der 46 Mitglieder der kleinen Kammer. Die im Internet einsehbare Liste beruht auf Selbstdeklaration.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Walter Wittmann, emeritierter Wirtschaftsprofessor der Universität Freiburg, ist gegen bezahlte Nebenschäftigungen ... mehr lesen
Walter Wittmann will vollamtliche Politiker im Nationalrat sehen.
Hauser Kommunikation: Ihr Plus in Kommunikation, Public Affairs, Public Relations, Moderation.
Die SP äussert sich zu den Initiativen. (Symbolbild)
Die SP äussert sich zu den Initiativen. (Symbolbild)
DV SP  Liestal - Die Ecopop-Initiative ist bei der SP Schweiz durchgefallen: Die Delegierten beschlossen am Samstag in Liestal die Nein-Parole. Auch die Goldinitiative war chancenlos. Ja rät die SP zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung. Die drei Parolen wurden einstimmig gefasst. 
Gold ist eine sichere Wertanlage.
Gold bietet Sicherheit in turbulenten Zeiten Bern - Geht es nach den Initianten der Gold-Initiative, muss die Schweizerische Nationalbank (SNB) künftig mindestens 20 ...
Titel Forum Teaser
  • Odyss aus Sachseln 2
    Feindbild Wäre die Schweiz ein börsenkotiertes Unternehmen würde bei soviel ... heute 00:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2517
    Warum? "steht ein mobiler Sicherheitsdienst des Kantons im Einsatz" "Warum?" ... gestern 18:44
  • tigerkralle aus Winznau 99
    Fremde Richter Nein Fremde Richter brauchen wir nicht !!! Eher verzichten wir auf die ... gestern 15:23
  • EdmondDantes1 aus Zürich 12
    werte Kassandra Habe Frau Stämpflis Passage nicht so verstanden, dass Sie Angela nicht ... gestern 09:02
  • Vitalis aus Hallau 45
    und die Einkommenslosen? Wer stellt die luxuriösen staatlichen Raubzüge am Existenzminimum von ... gestern 08:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1025
    Glaube ich nicht, Herr EdmondD. Politik ist auch die Kunst des Möglichen, nicht nur die Vertretung von ... Fr, 24.10.14 18:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1025
    Für mich ist die EU keineswegs ein Feindbild, schon gar nicht, wenn ich mir unsere Exporte ... Fr, 24.10.14 17:45
  • Odyss aus Sachseln 2
    Schützenhilfe aus D Kavallerie, Zuckerbrot und Peitschen (P. Steinbrück) sind aus der ... Fr, 24.10.14 14:16
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 6°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 5°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 4°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 7°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 7°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 8°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 10°C 16°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten