Wanted: Ersatz für Alex
publiziert: Mittwoch, 25. Jul 2007 / 00:15 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 25. Jul 2007 / 12:13 Uhr

In der 2. Runde der Axpo Super League empfängt St. Gallen heute, Mittwoch den FC Basel. In den letzten fünf Heimspielen haben die Ostschweizer gegen den Cupsieger elf Tore erzielt. Doch diesmal schlagen sie sich mit Sturmproblemen herum. Den Ersatz für den verletzten Alex haben sie noch nicht gefunden.

Alex Tachie Mensah kann vom Spitalbett nur zuschauen.
Alex Tachie Mensah kann vom Spitalbett nur zuschauen.
In den beiden anderen Partien gastiert der erste Leader der neuen Saison, die Grasshoppers, bei YB. Der FC Sion, dessen Startspiel in Thun wegen Regens verschoben wurde, empfängt den FC Aarau. In der zweiten Tranche der Runde kommt es am Donnerstag zu den Partien Zürich - Luzern und Neuchâtel Xamax - Thun.

Wenn das Duell mit dem FC Basel bevorsteht, schnalzen die St. Galler Stürmer mit der Zunge. Sie wissen, dass ihr Tor-Konto wohl geäufnet wird. In der letzten Saison erzielte Francisco Aguirre auf dem Espenmoos einen Hattrick (insgesamt vier Tore gegen Basel) und schoss Alex im St.-Jakob-Park zwei Treffer. Eric Hassli gelang 2005 sogar zweimal eine Doublette gegen den damaligen Meister.

Torflaute

Doch die positive Statistik ist das eine, die Aktualität das andere. Im FC St. Gallen hat sich nämlich just vor dem Heimspiel gegen Basel der Sturm zum grossen Problem entwickelt. Weder gegen Dacia Chisinau (Mol) im UI-Cup-Rückspiel (0:1), noch beim Saisonauftakt gegen GC (0:2) ist den Ostschweizern ein Tor gelungen. Und nun müssen sie sogar monatelang auf den am Sprunggelenk operierten Alex verzichten. «Die Suche nach einem neuen Stürmer läuft auf Hochtouren», sagte Sportchef René Weiler.

Der Brasilianer Cristiano vom FC Basel war bereits in einem Probetraining dabei. Ob er nochmals zu Tests nach St. Gallen kommt, liess Weiler offen. Dem Vernehmen nach haben die St. Galler auch Interesse an Eudis (Zürich), Thomas Häberli (YB), Julian Esteban (Rennes) und Eren Derdiyok (Basel). «Die Suche beschränkt sich nicht nur auf Schweizer und Spieler in der Schweiz», erklärte Weiler. «Mehr will ich dazu nicht sagen.»

Stürmer gesucht

Sicher ist aber, dass die St. Galler einen Stürmer verpflichten wollen, der sofort einsetzbar ist, weil er bei seinem jetzigen Klub die Vorbereitung mitgemacht hat. Von der Konkurrenz einen Angreifer leihweise zu übernehmen, ist jedoch schwer. Denn auch die anderen Vereine (Ausnahme: FC Basel) haben nicht derart breite Kader, dass sie einen Stürmer einfach so ziehen lassen können.

«Wir wollen nichts überstürzen und dafür den richtigen Mann verpflichten», sagte Weiler. Die Verletzung von Alex hat das Sturmproblem akzentuiert. Schon vor dem Unfall des Ghanaers hatte Coach Rolf Fringer die geringe Zahl valabler Stürmer beanstandet. Sucht der FC St. Gallen also sogar zwei Offensivkräfte? Weiler: «Priorität hat die Ersetzung von Alex. Und wenn wir sogar noch einen zweiten Stürmer finden, umso besser.»

Sturm ist stark genug

Weiler will nichts davon wissen, dass das Kader zu Saisonbeginn zu knapp gewesen sei. «Ich bin nicht einverstanden, dass diese Diskussion um unseren Sturm entstanden ist. Auch jetzt haben wir neben Aguirre noch Kwabena Agouda im Kader.» Der Ghanaer Agouda gehört seit 2004 St. Gallen. Durchsetzen konnte hat er sich bisher nicht.

Im letzten Herbst spielte er leihweise für Winterthur in der Challenge League (11 Spiele/2 Tore), im Frühjahr dann für St. Gallens U21-Mannschaft in der 1. Liga (13 Spiele/5 Tore). Weiler beschreibt den 21-jährigen Afrikaner als «lauffreudig und zäh». Ob dies genügt, gegen Basel in die Fussstapfen von Alex und Hassli zu treten, ist jedoch mehr als fraglich.

Die Mittwoch-Spiele der 2. Runde in der Axpo Super League im Detail:

Sion - Aarau (letzte Saison: 3:1, 2:1, 1:1, 2:0).19.45 Uhr.
Absenzen: Beto, Paito (beide nicht spielberechtigt), Crettenand, Di Zenzo, Joao Pinto (alle verletzt); Tadewosjan (verletzt). -- Fraglich: Arnaud Bühler (krank); De Almeida (Bänderüberdehnung), Bastida (noch keine Spielberechtigung).
Statistik: Der FC Aarau machte mit dem beachtlichen Remis zum Auftakt gegen YB so weiter, wie er die letzte Saison aufgehört hatte: mit einem positiven Resultat. In der Meisterschaft sind die Aargauer nun seit sechs Spielen ungeschlagen (inkl. Barrage). Sion steht vor der ersten Partie in der Axpo Super League. In der Vorbereitung haben die Walliser durchschnittlich gespielt. Zuletzt gab es gegen drei ausländische Gegner keinen Sieg.

St. Gallen - Basel (3:2, 1:2, 3:3, 0:0). 19.45 Uhr.
Absenzen: Alex, Koubsky (beide verletzt), Calla (rekonvaleszent); Costanzo, Huggel, Carignano (alle verletzt).
Statistik: In der letzten Saison hat St. Gallen dem FCB sieben Punkte abgenommen. Besonders schmerzhaft für die Basler waren die beiden Remis im Frühjahr, welche die Aufholjagd des Cupsiegers bremsten. Mit fünf Punkten wies St. Gallen zusammen mit Absteiger Schaffhausen (!) 2006/07 die beste Bilanz gegen den FCB auf.

Young Boys - Grasshoppers (1:3, 2:1, 1:0, 2:1). 19.45 Uhr.
Absenzen: Varela (gesperrt), Wölfli, Shi Jun (beide verletzt); Blumer, Colina, Sutter (verletzt).
Statistik: GC war in der letzten Saison eines von drei Teams, das auf dem Berner Kunstrasen gewinnen konnte. Nach diesem 3:1 am 18. September 2006 gewannen die Zürcher auswärts aber nur noch in Thun und Luzern.

Tabelle:
1. Grasshoppers 1/3 (2:0). 2. Basel 1/3 (1:0). 3. Aarau 1/1 (1:1), Luzern 1/1 (1:1), Neuchâtel Xamax 1/1 (1:1) und Young Boys 1/1 (1:1). 7. Sion 0/0 (0:0) und Thun 0/0 (0:0). 9. Zürich 1/0 (0:1). 10. St. Gallen 1/0 (0:2).

(fest/Si)

 
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