War die Tochter bei Fritzl im Gerichtssaal?
publiziert: Mittwoch, 18. Mrz 2009 / 09:50 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Mrz 2009 / 13:16 Uhr

St. Pölten - Vor dem Schwurgericht im niederösterreichischen St. Pölten hat sich der 73-jährige Josef Fritzl am Mittwoch überraschend in allen Anklagepunkten «schuldig» bekannt. Dazu gehören der Vorwurf des Mordes ebenso wie der Vorwurf der Sklaverei.

Die Aussagen der Tochter liessen Josef Fritzl heute alles gestehen.
Die Aussagen der Tochter liessen Josef Fritzl heute alles gestehen.
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Damit ist eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Inzesttäter von Amstetten möglich. Fritzl begründete seinen Sinneswandel mit der auf Video aufgezeichneten Aussage seiner Tochter vom Vortag.

Berichte, wonach die 42-jährige Tochter persönlich am Dienstag im Gerichtssaal war, wurden sowohl vom Gerichtssprecher Franz Cutka als auch von Fritzls Verteidiger Rudolf Mayer nicht dementiert.

«Habs einfach übersehen»

Der Mordvorwurf gegen Fritzl gründet sich auf den Tod des siebten Kindes, das er mit der von ihm gefangen gehaltenen Tochter zeugte. Das neugeborene Zwillingskind starb nur zwei Tage nach der Geburt.

Fritzl wird vorgeworfen, er habe dem unter Atemnot leidenden Säugling trotz der Bitten der Tochter nicht geholfen. Auf Befragung der Richterin sagte er dazu, er habe die Hoffnung gehabt, dass das Kind gesund werde. «Ich hab's einfach übersehen», sagte Fritzl. «Ich war der Meinung, der Kleine wird überleben.»

«Zurechnungs- und schuldfähig»

Nach Fritzls überraschendem vollen Geständnis, machte die psychiatrische Gerichtsgutachterin Adelheid Kastner deutlich, dass Josef Fritzl in keiner Weise geisteskrank und für den gesamten Verlauf seines Verbrechens von 24 Jahren voll schuldfähig sei.

Die Gutachterin räumte ein, dass nicht abzusehen sei, wann Fritzl im Falle einer psychiatrischen Behandlung keine Gefahr mehr für seine Familie darstellen werde.

Wegen seiner schweren Persönlichkeitsstörungen und seiner Neigung zur Gewalt empfahl sie dem Gericht, den Angeklagten nach der Verbüssung seiner erwarteten Strafe zur Behandlung in eine Anstalt für abnorme Straftäter zu schicken.

(tri/sda)

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in worte zu fassen...
...für die Betroffenen ist wohl etwas vom schlimmsten, gerade diese Tage wo der Prozess läuft. Es ist erschreckend wie die Medien dies zerfleischen.

Das einzige was mich bei seiner Strafe stört, ist die Tatsache dass dieser Mensch nicht mehr all zu lange leben wird, und somit in keinstem Ausmass eine Strafe erhält die diese Taten rechtfertigen.
Für die Justiz sicher einer der spektakulärsten Fälle, aber so traurig es auch ist, eine "gerechte" Strafe erhält dieser Mensch nicht.
Fritzel, so ist's gut
Das ist ein Warnzeichen für alle Gangster dieser und der kommenden Art und ein Tritt in den A..., der Gerichte hüben und drüben. Die hätten den Mann u.U. nach ein paar Jahren wieder rausgelassen, hätte er sich nicht vollumfänglich schuldig bekennt. Auch wenns sich absurd liest..., danke Fritzel.
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