Warum das Team besser ist als der Einzelkämpfer
publiziert: Dienstag, 31. Aug 2010 / 10:44 Uhr
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Der Bundesrat muss als Team funktionieren.
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Ein dänisch-britisches Forscherteam ist in einer nun veröffentlichten Studie im Science-Magazin zum Schluss gekommen, dass zwei Individuen tatsächlich besser denken können als einer alleine. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es sich um den richtigen Partner handelt.

«Es ist jedoch nicht ganz einfach herauszufinden, ob ein Partner dazu fähig ist, oder nicht», erklärt Studienleiter Chris Frith vom Wellcome Trust Center for Neuroimaging. Es gebe jedoch Möglichkeiten das genauer zu untersuchen. «Was in der Politik gilt, trifft übrigens auch auf eine Partnerschaft zu, denn im Prinzip gelten hier die gleichen Regeln», so der Gehirnforscher, der auch an der Universität Aarhus arbeitet.

Kombinierte Stärke erleichtert Lösung

«Als Individuen haben wir gelernt, aus verschiedenen Schlüsselreizen ein Bild zu schaffen, das uns das Überleben sichert. Visuelle und akustische Reize kombinieren wir beispielsweise, wenn wir eine Strasse sicher überqueren wollen», erklärt der Forscher. Friths Team hat sich die Frage gestellt, ob sensorische Informationen von zwei Individuen auch kombiniert werden können und so bei der Problemlösung helfen.

«Ein wesentliches Merkmal guter Partner ist, dass sie ein Problem gemeinsam besser lösen können als es jeder es individuell kann», erklärt Frith. «Das setzt voraus, dass beide über die gleiche Sachkompetenz verfügen und dass sie das Problem miteinander diskutieren können.» Schlussendlich entscheidet über den Erfolg auch noch die beiderseitige Zuversicht. «Im Versuch mit Freiwilligen, die in Zweierteams auftraten, um ein Computerproblem zu lösen, konnten wir das nachweisen.»

Wenn zwei Köpfe schlechter sind

Es gibt allerdings einige Situationen, in denen zwei Köpfe schlechter sind als einer, räumt der Wissenschaftler ein. Das sei dann der Fall, wenn einer immer wieder durch inkompetentes Handeln oder Informationsmangel auffällt. «Dann war die Lösung deutlich schlechter als jene von Individuen», erklärt der Forscher.

«Es ist natürlich möglich, die fehlenden Fähigkeiten und Qualifikationen zu erlernen», räumt Frith ein. «Die Situation wird dadurch erleichtert, dass jeder der beiden weiss, welche Kompetenzen er besitzt. Gemeinsames Arbeiten funktioniert nicht, wenn ein Teammitglied inkompetent ist, es aber nicht weiss.»

(fkl/pte)

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