Was Burkhalter zu den Pandemie-Pannen sagt
publiziert: Freitag, 20. Nov 2009 / 08:52 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 22. Nov 2009 / 10:57 Uhr

Gesundheitsminister Didier Burkhalter ist für reine stärkere Rolle des Bundes bei einer Pandemie. Die aufgetretenen Probleme führt er auch auf den Föderalismus in der Schweiz zurück.

Didier Burkhalter: «Die meisten Kantone haben sich grosse Mühe gegeben.»
Didier Burkhalter: «Die meisten Kantone haben sich grosse Mühe gegeben.»
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Gesundheitsminister Didier Burkhalter ist grundsätzlich mit der Verteilung der Impfstoffe zufrieden. «In drei Wochen werden mehr als acht Millionen Impfdosen gegen die Schweinegrippe verteilt sein. Ich bedaure aber, dass wir bei der Bewilligung des Impfstoffs Zeit verloren haben», äusserte er in einem Interview gegenüber dem «Tages-Anzeiger».

Dass es dabei zu Verzögerungen im Vergleich zur EU kam, lag daran, dass Swissmedic keinen Zugang zu den Daten der Europäischen Heilmittelagentur hatte. Das will Burkhalter so schnell wie möglich ändern, dazu brauche es aber ein Abkommen mit der EU.

Probleme gibt es immer

Auf die Pannen angesprochen sagte der Bundesrat, dass es solche Probleme bei einer Operation dieses Ausmasses immer gebe, besonders in einem föderalistischen System wie der Schweiz. «Ich glaube, die meisten Kantone haben sich wirklich grosse Mühe gegeben. Man muss auch sehen, dass wir die breite Bevölkerung früher impfen können, als wir ursprünglich gedacht haben», so Burkhalter.

Zum Kompetenzwirrwarr erklärte er, dass es im Interesse des Bundes und der Kantone liege, eine direktere Linie einzuführen. Das bedeute aber kein Dekretieren von oben. «Das würde in der Schweiz nicht funktionieren», erklärte Burkhalter. Er fände es aber logisch, «wenn der Bund in dieser Sache eine stärkere Führungsrolle einnehmen würde.»

(tri/news.ch mit Agenturen)

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