Washington bestätigt Gefangennahme von US-Soldaten in Irak
publiziert: Sonntag, 23. Mrz 2003 / 18:24 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 23. Mrz 2003 / 18:49 Uhr

Washington - Das US-Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass US-Soldaten in Irak gefangen genommen wurden. Das Pentagon habe damit begonnen, die Angehörigen zu informieren, berichtete der US-Nachrichtensender CNN.

Gefangene auf beiden Seiten.
Gefangene auf beiden Seiten.
Der katarische Fernsehsender El Dschasira und das irakische Fernsehen hatten zuvor Bilder von getöteten und gefangenen US-Soldaten gezeigt. Zu sehen waren mindestens fünf Soldaten, die in der Region Nasirijah getötet worden sein sollen. Gezeigt wurden zudem vier Männer und eine schwarze Frau, bei denen es sich um Kriegsgefangene handeln soll.

Auch am vierten Tag des Irak-Krieges ist die irakische Hauptstadt Bagdad erneut von der US-Luftwaffe angegriffen worden. Es waren Dutzende von Einschlägen und Explosionen zu hören. Die irakische Luftabwehr reagierte mit heftigem Abwehrfeuer.

Bei US-Luftangriffen auf zwei Lager von militanten Moslemgruppen im Nordirak wurden laut dem Fernsehsender El Dschasira mindestens 35 Menschen getötet. Der Fernsehsender zeigte Bilder von 33 getöteten Anhängern der zum El-Kaida-Netzwerk gehörenden Gruppe Jamaat Islamija. Bei einem weiteren Bombenangriff seien auch zwei Mitglieder der Ansar-el-Islam-Miliz (Helfer des Islam) getötet worden.

Die beiden Gruppen haben Lager in dem von Kurden kontrollierten Gebieten im Nordirak nahe der Grenze zu Iran. Beiden Organisationen werden Verbindungen zum Terror-Netzwerk von Osama bin Laden nachgesagt.

Über die bisherigen Opfer des Irak-Krieges gibt es nach wie vor keine verlässlichen Informationen. Die irakische Regierung spricht von 75 Toten und rund 600 Verletzten in ganz Irak. Auf allierter Seite wurden bisher rund 30 Tote gezählt.

(fest/sda)

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