Washington spielt Atom-Eingeständnis herunter
publiziert: Freitag, 25. Apr 2003 / 17:55 Uhr

Peking - Die US-Regierung spielt das angebliche Eingeständnis Nordkoreas, Atomwaffen zu besitzen, herunter. US-Präsident George W. Bush warf Nordkorea vor, in das alte Erpressungsspiel zurückzuverfallen.

George W. Bush warf Nordkorea vor, in das alte Erpressungsspiel zurückzuverfallen.
George W. Bush warf Nordkorea vor, in das alte Erpressungsspiel zurückzuverfallen.
Nordkorea hatte bei den Gesprächen in Peking erstmals den Besitz von Atomwaffen zugegeben. Südkorea reagierte entsetzt. Aussenminister Yoon Young Kwan warnte vor einer ernsthaften Bedrohung für den Frieden in der Region, falls Nordkorea tatsächlich im Besitz von Atomwaffen sei.

Sie haben zugegeben, was wir immer wussten - dass sie Atomwaffen haben. Das schockiert uns nicht, sagte ein ranghoher US-Vertreter in Washington. Nach Angaben von Aussenminister Colin Powell hält Bush die Hoffnung auf eine friedliche Lösung des Konflikts aufrecht, es würden aber alle Optionen geprüft.

Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte in einem internen Denkanstoss schon vor den Gesprächen in Peking für einen Regimewechsel in Pjöngjang plädiert. Regimewechsel war auch die Politik der US-Regierung in Bezug auf Irak.

Die USA liessen sich nicht durch Drohungen einschüchtern, sagte Bush in einen Interview mit dem Fernsehsender NBC. Nordkorea spiele das alte Erpressungsspiel. Das gibt uns Gelegenheit, den Nordkoreanern und der Welt klarzumachen, dass wir uns nicht bedrohen lassen, sagte Bush.

Trotz unverändert gegensätzlicher Positionen sprach der chinesische Aussenminister Li Zhaoxing von einem guten Anfang, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Beteiligten seien übereingekommen, wegen weiterer Gespräche über diplomatische Kanäle in Kontakt zu bleiben, sagte er.

Die gespräche in Peking war der erste direkte Kontakt seit Ausbruch der Krise um die Wiederaufnahme des nordkoreanischen Atomprogramms vor einem halben Jahr. Im Mai werden Südkoreas Präsident Roh Moo Hyun und der japanische Premierminister Junichiro Koizumi in Washington erwartet.

(bert/sda)

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