Wasser auf dem Mars bestätigt
publiziert: Freitag, 1. Aug 2008 / 07:55 Uhr / aktualisiert: Freitag, 1. Aug 2008 / 08:58 Uhr

Washington - Auf dem Planeten Mars gibt es Wasser. Dies teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA aufgrund der Analyse von Bodenproben im Labor der Mars-Sonde «Phoenix» mit.

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Dabei sei bewiesen worden, dass es sich beim entnommenen Eis um gefrorenes Wasser handelt. «Wir haben Wasser», sagte William Boynton von der Universität von Arizona, der das Analysegerät TEGA der Mars-Sonde «Phoenix» betreut. «Wir hatten schon vorher Hinweise auf Wassereis, aber dies ist das erste Mal, dass Mars-Wasser berührt und geschmeckt wurde», sagte Boynton.

Das Analyse-Gerät TEGA ist eine Art kleiner Ofen, in den ein Roboterarm der Sonde die Bodenproben einlegt. Diese werden dann erhitzt, die entstehenden Dämpfe können dann von den Instrumenten analysiert werden.

Landung auf dem Nordpol

Der führende Mars-Wissenschaftler der NASA, Michael Meyer, bezeichnete die «Phoenix»-Mission als Erfolg. «Der Mars hat sich als sehr interessant erwiesen, mechanisch funktioniert das Raumfahrzeug sehr gut und wir haben genügend Energiereserven, um bis über das Ende des Sommers hinaus weiterzumachen», sagte Meyer. Er kündigte zugleich eine Verlängerung der Mission bis zum 30. September an.

Phoenix war am 25. Mai am Nordpol des Roten Planeten gelandet. Mit einer kleinen Baggerschaufel nimmt die Sonde Bodenproben einer weissen Substanz, von der die Forscher seit längerem vermuteten, dass es sich um Eis handelt.

Leben möglich?

Nach der Entdeckung von Wasser soll jetzt die Frage weiter erforscht werden, ob auf dem Mars Leben möglich wäre. «Wir wollen die Geschichte des Eises verstehen, indem wir herausfinden, ob es je geschmolzen ist und dadurch eine flüssige Umgebung geschaffen hat, die den Boden verändert», sagte «Phoenix»-Wissenschafler Peter Smith.

Die Instrumente der rund 350 Kilogramm schweren Sonde «Phoenix» sollen die Zusammensetzung der Mars-Oberfläche ermitteln. So verfügt «Phoenix» über einen 2,35 Meter langen Roboterarm, der einen Bohrer etwa einen Meter tief in den Boden treiben kann, bis er die verborgene Eisschicht erreicht.

Alle Instrumente müssen bei Temperaturen von minus 73 bis minus 33 Grad funktionieren. Solarzellen sorgen für die Energieversorgung.

(ht/sda)

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