Watergate: FBI-Vize war Deep Throat
publiziert: Mittwoch, 1. Jun 2005 / 07:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 1. Jun 2005 / 09:46 Uhr

Washington - Eines der bestgehüteten Geheimnisse der US-Geschichte ist gelüftet: Der damalige FBI-Vizechef Mark Felt (91) war Deep Throat - der Informant, der den Watergate-Skandal ins Rollen und damit Präsident Richard Nixon 1974 zu Fall brachte.

Bob Woodward und Carl Bernstein bestätigten die Aussage von Mark Felt.
Bob Woodward und Carl Bernstein bestätigten die Aussage von Mark Felt.
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Dies hatte zunächst die Zeitschrift Vanity Fair berichtet. Ich bin der Typ, den sie Deep Throat nannten, sagte Felt der Zeitschrift. Er habe nicht Nixon stürzen wollen, er habe nur seine Pflicht getan.

Die beiden Reporter der Washington Post, die vor mehr als 30 Jahren die Watergate-Affäre enthüllten, haben die Identität ihres damaligen Informanten bestätigt: Felt habe bei den Berichten über die Affäre Anfang der 70er Jahre unermessliche Hilfe geleistet, schreiben Bob Woodward und Carl Bernstein in einer von der Washington Post veröffentlichten Mitteilung.

Informationen bestätigt

Woodward und Bernstein hatten stets erklärt, sie würden die Identität erst nach dem Tod ihres Informanten preisgeben. Nachdem jedoch die Familie Felts den Bericht der Zeitschrift bestätigte, änderten die beiden Reporter und der damals zuständige Redaktor Ben Bradlee ihre Haltung und bestätigten die Information nun ebenfalls.

Nach Angaben von Vanity Fair hat die Tochter Felts ihren Vater bekniet, sich öffentlich zu äussern. Felt sei aber entschlossen gewesen, das Geheimnis mit ins Grab zu nehmen.

Schulden

Der inzwischen 91-jährige habe seinen Widerstand erst aufgegeben, als die Familie darauf verwies, dass mit der Veröffentlichung Geld gemacht werden könnte, um die Schulden zu bezahlen, die durch die Bezahlung der Schulausbildung der Enkel entstanden seien. Die Familie habe alte Fotos für den Artikel zur Verfügung gestellt.

Begonnen hatte die Watergate-Affäre am 17. Juni 1972. Damals brachen in Washington fünf Männer in die Wahlkampfzentrale der oppositionellen Demokraten ein, um ein Abhörmikrofon auszutauschen.

Ihre Spur führte auf direktem Weg ins Weisse Haus, zum Wahlkampfteam der Republikaner und zum damaligen US-Präsidenten Richard Nixon. Woodward und Bernstein deckten mit Hilfe von Deep Throat Nixons Vertuschungsmanöver auf. Nach monatelangen Anhörungen vor dem Parlament und vor Gericht war Nixon am Ende. Im August 1974 dankte er ab.

(fest/sda)

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