Grand-Slam-Spezialist
Wawrinka und die Krux mit den «kleinen» Turnieren
publiziert: Donnerstag, 5. Mai 2016 / 20:42 Uhr
Stan Wawrinka schied trotz guter Leistung aus. (Archivbild)
Stan Wawrinka schied trotz guter Leistung aus. (Archivbild)

Stan Wawrinka fand in Madrid einmal mehr nicht seine Grand-Slam-Form und verlor beim ersten Einsatz gegen Nick Kyrgios. Auch Timea Bacsinszky schied am Mittwoch aus, kehrt aber am Montag in die Top Ten zurück.

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Er könne sich nicht viel vorwerfen, sagte Stan Wawrinka nach der 6:7 (7:9), 6:7 (2:7)-Niederlage gegen den Australier Nick Kyrgios. Er hatte sich mit der Weltnummer 21 einen hochstehenden und spektakulären Schlagabtausch geliefert. Vor allem bei eigenem Aufschlag agierte der Waadtländer sehr überzeugend und gestand seinem Gegner keinen Breakball zu. Selber konnte er im ersten Satz vier Breakchancen nicht nutzen. Dreimal punktete Kyrgios mit Aufschlägen von 220 km/h und mehr, einmal mit seiner Vorhand. Auch im Tiebreak wehrte der 21-Jährige aus Canberra einen Satzball mit dem Service ab.

«In den entscheidenden Moment hat er ein bisschen besser gespielt», anerkannte Wawrinka. Der australische «Bad Boy» - Sohn eines Griechen und einer Malaysierin - fiel im Gegensatz zum unschönen Rencontre im vergangenen Sommer in Montreal nicht mit verbalen Beleidigungen, sondern starkem Tennis auf. Der Schweizer sprach im Anschluss zurecht von einem «Spiel auf sehr hohem Niveau». Es sei in Madrid - auf rund 700 Metern über Meer und bei Sonnenschein und 27 Grad - äusserst schwierig, den Aufschlag des 1,93 m grossen Australiers zu retournieren.

Magere Saisonbilanz auf Sand

Trotz guter Leistung bleibt für den 31-jährigen Lausanner eine magere Saisonbilanz auf Sand: zwei Siege, zwei Niederlagen. Und der Fakt, dass er bei den Turnieren der ATP Tour nicht das nach oben fast unbegrenzte Leistungsvermögen erreicht, das ihn bei den Grand-Slam-Events auszeichnet. 2015 und 2016 hat er bei 14 Turnieren der Masters-1000-Kategorie acht Mal vor den Viertelfinals verloren und lediglich in Rom und Paris-Bercy den Halbfinal erreicht. Das kontrastiert stark mit der Bilanz an den Majors, wo er seit dem French Open 2014 immer mindestens drei Runden überstand.

Panik ist bei Wawrinka dennoch nicht angesagt. «Das Niveau ist da, und im Training spiele ich gut», versichert der 31-jährige Waadtländer. Vor der Titelverteidigung in Paris hat er noch nächste Woche in Rom und danach beim Heimturnier in Genf Gelegenheit, Form und Selbstvertrauen zu finden. Und selbst wenn nicht, stehen die Chancen gut, dass bei Roland Garros wieder ein anderer Wawrinka auf dem Platz steht: der Grand-Slam-Spezialist.

Bacsinszky zurück in den Top Ten

Überhaupt nicht überraschend kam die 2:6, 3:6-Niederlage von Timea Bacsinszky gegen die Weltnummer 7 Simona Halep - trotz zuletzt sieben Siegen in Serie. Im achten Spiel in neun Tagen war der Tank der 26-jährigen Lausannerin ganz einfach leer. «Heute fehlte mental und physisch die Frische, und die Beide waren müde», erklärte Bacsinszky, die beide Oberschenkel sowie die Schulter getapt hatte. «Das reicht dann gegen eine Topspielerin meistens nicht.»

Vor dem French Open ist noch ein Einsatz nächste Woche in Rom vorgesehen. «Ich muss schauen, ob ich bis dann wieder fit genug bin», liess die Turniersiegerin von Rabat ihre Teilnahme offen. Der Fokus liege auf den Grand-Slam-Turnieren in Paris und Wimbledon. Freuen kann sie sich auf jeden Fall: Am Montag verbessert sie sich in der Weltrangliste von Platz 15 auf 10. Mit Belinda Bencic (trotz Verletzungspause von 10 auf 8!) sowie Roger Federer (3) und Wawrinka (4) stehen damit erstmals in der Tennisgeschichte vier Schweizer in den Top Ten.

(arc/Si)

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