Messwerte synchronisieren
«Wearables»-Daten: Gesundheitsforschung profitiert
publiziert: Dienstag, 9. Sep 2014 / 16:02 Uhr
Messwerte können mittlerweile online synchronisiert werden. (Symbolbild)
Messwerte können mittlerweile online synchronisiert werden. (Symbolbild)

Cupertino/Mountain View/Seoul - Mit sogenannten «Health Platforms» ermöglichen Grossanbieter ab Herbst 2014 das Austauschen von Daten, die mittels Wearables erhoben wurden.

4 Meldungen im Zusammenhang
Für Gesundheitsunternehmen werden die unter Einverständnis der Gerätebesitzer ermittelten persönlichen Messwerte online synchronisiert. Die Informationen können dann detailliert ausgewertet und in die medizinische Forschung integriert werden. Der rechtliche Aspekt ist trotz der freiwilligen Herausgabe der Daten umstritten.

«Daten zum Gesundheitszustand sind im Datenschutzrecht 'Daten besonderer Art', für deren Übermittlung entweder eine rechtliche Anforderung oder die ausdrückliche Einwilligung dessen erforderlich ist, auf den sich die Daten beziehen. Daneben gibt es das 'Patientengeheimnis', das die unbefugte Offenbarung von Daten unter Strafe stellt», so Hans Gliss, Chefredakteur des Informationsdienstes Datenschutz-Berater, gegenüber pressetext.

Hilfe bei der Diagnose

Ärzte sehen mitunter aber auch positive Aspekte bei den für die Gesundheitsunternehmen bereitgestellten Informationen. Mit den Daten kann beispielsweise die Präventionsforschung auf ein neues Level gebracht werden. Auch der Versand an Kliniken ist vorstellbar und könnte Mediziner im Diagnose-Prozess unterstützen.

Experten ziehen ausserdem in Betracht, dass durch den einfachen Zugang womöglich Versicherungskosten gesenkt und generell die Abgaben für die gesundheitliche Vorsorge geringer werden. Meist von Universitäten entwickelte Apps, die Informationen an Ärzte übermitteln können, gibt es bereits. Sie zeigten sich rückblickend auch oftmals als durchaus sinnvoll.

App als Lebensretter

Was die sogenannten «Wearables» leisten können, zeigt unter anderem der Fall des US-Amerikaners John Francis. Die Familie des 53-Jährigen leidet seit Generationen unter auffälligem Blutdruck, weshalb er sich für eine mobile App inklusive Blutdruck-Messgerät entschied. Die App schlug nach abgeschlossenem Messzeitraum Alarm. Der Blutdruck des Mannes war unter Berücksichtigung der Ergebnisse immer deutlich zu niedrig.

Francis suchte in der Folge einen Arzt auf, der ihm die Diagnose gab, das bei einem späteren Eingriff womöglich Todesgefahr bestanden hätte. Francis konnte noch rechtzeitig behandelt werden. Die Warnfunktion der App stellte sich hier als Lebensretter heraus. Usern von Apple-, Google- und Samsung-Geräten soll diese Möglichkeit schon ab kommendem Herbst zur Verfügung stehen.

(flok/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Neuenburg - Das Schweizer Zentrum für Elektronik und Mikrotechnik in Neuenburg, das CSEM, sieht sich gut aufgestellt, um auf dem wachsenden Markt für vernetzte ... mehr lesen
Das CSEM habe rund 20 Patente angemeldet, um Vitaldaten mithilfe einer Uhr, aber auch mit Brillen, Schuhen oder Textilien zu messen.
Klebeband ist die Basis für Hightech-Nanosensoren.
Madrid - Eine neue Methode soll die Herstellung optischer Nanosensoren ermöglichen, die auch auf unebenen und biologischen ... mehr lesen
Toronto/Hamburg - Die speziell für Ärzte entwickelte App «Figure 1» ermöglicht den Austausch von Krankheitsbefunden, ... mehr lesen
Gesundheitliche Apps wie 'Figure 1' sind heikel. (Symbolbild)
eGadgets San Francisco - Das Technologie-Start-up Azoi hat heute, Donnerstag, mit «Wello» eine Smartphone-Hülle angekündigt, mit ... mehr lesen
Die untergeordneten Männchen haben bessere Spermien.
Die untergeordneten Männchen haben bessere ...
Erfolg liegt nicht in der Dominanz  Neuenburg - Spatzenmännchen gleichen einen hierarchisch untergeordneten Status durch besseres Sperma aus. Forscher der Universität Neuenburg zeigen, dass sie mehr in den Schutz ihrer Samenzellen investieren als ihre dominanten Artgenossen. 
Enorme Fehlerquote nachgewiesen  Software, die bei der Einstufung von Kriminellen helfen und Wiederholungstaten ...
Die Algorithmen sind so effektiv wie ein Münzwurf. (Symbolbild)
Die Mongolen waren früher mal in Ungarn. (Symbolbild)
Neue Hinweise geliefert  Birmensdorf ZH - Forschende spekulieren seit Langem, warum sich die Mongolen im 13. Jahrhundert ...  
Patienten nicht angemessen behandelt  Paris - Die Finanzkrise hat einer Studie zufolge zwischen 2008 und 2010 weltweit zum Tod von 500'000 Menschen durch Krebs beigetragen. Zahlreiche Patienten seien nicht mehr angemessen behandelt worden.  
Titel Forum Teaser
 
Wettbewerb
   
Die Alp Grosser Mittelberg im Justistal.
Viel Glück  Die Alpsaison steht vor der Tür. Damit Wanderfreunde den Weg zu den schönsten Alpbeizli finden, haben wir ein Gewinnspiel parat.
Mitmachen und gewinnen.  Rechtzeitig zur Premiere von «The First Avenger: Civil War» verlosen wir zwei Fan-Pakete mit jeweils zwei Kinoeintritten.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 10°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich vereinzelte Gewitter
Basel 9°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich vereinzelte Gewitter
St. Gallen 11°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich vereinzelte Gewitter
Bern 8°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich vereinzelte Gewitter
Luzern 12°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen vereinzelte Gewitter
Genf 9°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
Lugano 13°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten