Billigmode immer noch im Trend
Wegwerfmode: Geiz bleibt geil
publiziert: Dienstag, 11. Aug 2015 / 08:35 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 11. Aug 2015 / 08:51 Uhr

Der Mehrheit der Deutschen sind die Herstellungsbedingungen von T-Shirts, Hosen und Jacken beim Kleiderkauf egal. Das zeigt eine Umfrage der Studentin Natalie Wäsch von der Universität Würzburg.

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Für ihre wirtschaftswissenschaftliche Masterarbeit befragte sie rund 170 «Primark»-Kunden. Knapp 65 Prozent haben sich demnach bereits damit beschäftigt, unter welchen Voraussetzungen billige Kleidung produziert wird. Über die Hälfte von ihnen gab allerdings an, sich davon beim Einkauf nicht beeinflussen zu lassen.

Niedrigpreis steht über allem

Ob Primark, Zara, H&M oder KiK: Niedrigpreise von Billigmode-Anbietern ziehen Kunden in Scharen in die Filialen. Pullis, Hosen und T-Shirts für unter zehn Euro sind keine Seltenheit. Unter welchen Bedingungen die Discount-Preise erzielt werden, interessiert viele Käufer nicht - Billigmode boomt, weil eine «Geiz ist geil»-Mentaliät dominiert. Dazu gesellt sich das Fast-Fashion-Prinzip, nach dem Billigketten handeln: In immer kürzeren Abständen stehen neue Kollektionen griffbereit im Regal. Das führt dazu, dass Kunden ihre Billigkleidung oft nur selten tragen und schnell entsorgen, da sie nur wenig gekostet hat. Ein Konsumverhalten, dass nicht nachhaltig ist.

NGOs wie terre des hommes oder Earth Link üben Kritik an Discountern und werfen ihnen vor, ihre Niedrigpreise auf Kosten schlechter Arbeitsbedingungen bei der Warenproduktion in ärmeren Ländern zu erzielen. «NGOs gelten als wichtige Akteure, um für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und um Druck auf Unternehmen aufzubauen, damit Nachhaltigkeit dort zu einem wesentlichen Kriterium des Handelns wird», schreibt Wäsch in ihrer Arbeit. Dabei gelten vor allem Kampagnen als erfolgsversprechend, die konkret auf ein Unternehmen zielen und dessen Ruf schädigen.

Einfluss von NGOs nur gering

Dass Billigmodeketten dennoch weiter erfolgreich agieren, liegt laut Wäsch auch daran, dass NGOs nicht mehr so öffentlichkeitswirksam sind wie vor 20 Jahren, da die Informationsflut der Medien stark zugenommen hat. «Die NGOs versuchen natürlich trotzdem, Dinge zu verändern, und entwickeln sich weiter. Beispielsweise setzen sie heute vermehrt auf Partnerschaft und Dialog mit Unternehmen», erläutert Wäsch. Sie hat aber auch festgestellt, dass die Evaluation beendeter Aktivitäten für NGOs nur eine geringe Rolle spielt. Eine systematische Analyse könne jedoch aufzeigen, wann Aktivitäten erfolgreich sind. Mit diesen Erkenntnissen könne der Einfluss von NGOs auf Unternehmen vielleicht zunehmen.

 

(jz/pte)

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