Rassismus-Shitstorm um Spot für Kapseln, die Haut aufhellen sollen
«Weiss, um zu gewinnen»: Thai-Werbung empört
publiziert: Montag, 11. Jan 2016 / 23:26 Uhr

Bangkok - In Thailand hat ein Werbespot für Kapseln zum Hautaufhellen einen veritablen Shitstorm ausgelöst.

Bangkok - In Thailand hat ein Werbespot für Kapseln zum Hautaufhellen einen veritablen Shitstorm ausgelöst. Denn die Kampagne der Firma Seoul Secret wirbt mit dem Slogan «Du brauchst nur weiss sein, um zu gewinnen». Dazu kommen Bilder einer Schauspielerin, die angeblich kohleschwarze Haut bekommt, wenn sie sich nicht pflegt. Wenngleich derartige Hautaufheller in Asien Beauty-Alltag sind, hat sich der Spot somit doch massive Rassismus-Vorwürfe eingehandelt. Das Unternehmen hat sich für den «Fehler» entschuldigt.

Massive Kritik

In weiten Teilen Asiens, darunter Thailand, ist ein möglichst heller Teint ein Schönheitsideal. Beauty-Produkte, die eine Hautaufhellung versprechen, sind entsprechend gängig. Bei der auf YouTube veröffentlichten Werbung für seine Kapseln namens «Snowz» schwingt Seoul Secret aber eine allzu grobe Keule.

Denn das Produkt verhindere, dass die Nutzerin «wieder dunkel» werde - wobei dunkel im Spot durch eine Schauspielerin dargestellt wird, deren Haut komplett kohleschwarz eingefärbt ist. Das war dann doch auch für das Thai-Publikum zu viel, im Social Web gab es heftige Kritik an der Optik des Spots und dem eigentlich rassistischen Slogan.

Westliches «Ideal»

«Ich finde das wirklich hässlich - ich konnte nicht glauben, dass diese Art der Werbung in Thailand immer noch erscheint», meint Yukti Mukdawijitra, Anthropologe an der Thammasat University, gegenüber «CNN». Er kritisiert, dass der Spot für Jahrhunderte alte Rassismen stehe, nach denen in Thailand hellere Haut für Privilegien und Status steht.

Verschärft wird das noch durch die Orientierung am Westen. «In gewisser Weise verinnerlichen die Menschen in Thailand eine kolonialistische Einstellung», so Mukdawijitra. Denn wirklich westlich-weisses Ausssehen werde idealisiert. Der Shitstorm um den Seoul-Secret-Spot zeigt freilich, dass die Menschen in Thailand doch irgendwo eine Grenze ziehen. Das hat das Unternehmen auch zum Einlenken bewogen.

«Seoul Secret möchte sich für den Fehler entschuldigen und die volle Verantwortung für den Vorfall übernehmen», heisst es in einer Aussendung. Man wolle keine diskriminierenden oder rassistischen Botschaften vermitteln. Im YouTube-Kanal des Herstellers ist der Spot nicht mehr sichtbar. Andere YouTube-Nutzer haben ihn aber für die kritische Öffentlichkeit erhalten.

(fest/pte)

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