Weisser Killer
Weisser tötet in Kirche in South Carolina neun Schwarze
publiziert: Donnerstag, 18. Jun 2015 / 06:25 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 18. Jun 2015 / 10:06 Uhr

Washington - In einer Kirche im US-Bundesstaat South Carolina hat ein Weisser das Feuer eröffnet und neun schwarze Gläubige getötet. Der Polizeichef von Charleston, Gregory Mullen, sprach von einem «Verbrechen aus Hass».

9 Meldungen im Zusammenhang
Die Polizei leitete eine Grossfahndung nach dem etwa 20-jährigen, als «extrem gefährlich» eingestuften Angreifer ein.
Es handle sich vermutlich um eine rassistisch motivierte Tat, sagte der Polizeichef in der Nacht auf Donnerstag (Ortszeit). Im Inneren der methodistischen Emanuel-Kirche seien acht Leichen entdeckt und zwei Menschen seien mit Verletzungen ins Spital gebracht worden. Dort sei ein weiterer Mensch gestorben. Ein Mensch liege schwer verletzt im Spital.

Einzelheiten zu den Opfern wurden zunächst nicht bekanntgegeben. Laut unbestätigten Medienberichten soll Clementa Pinckney, demokratischer Senator im Landesparlament, unter den Opfern sein. Der 41-Jährige ist Pfarrer an der Emanuel-Kirche, die zu den ältesten Kirchen im Süden der USA gehört.

Der Polizei zufolge ereignete sich die Attacke in der Emanuel African Methodist Episcopal Church am Mittwochabend gegen 21.00 Uhr Ortszeit. Demnach eröffnete der Täter während einer Bibelstunde das Feuer auf die Gemeindemitglieder. Mullen sagte, den Polizisten habe sich nach ihrem Eintreffen eine «sehr chaotische Szenerie» geboten.

Die Polizei suchte den Angreifer anschliessend mit einem Grossaufgebot und auch mit Unterstützung aus der Luft. Ebenso seien Spürhunde eingesetzt worden. «Wir wollen sichergehen, dass er nicht in der Nähe ist und noch weitere Verbrechen anrichtet», sagte Mullen. Medienberichte, wonach zwei Stunden nach der Tat ein Verdächtiger gefasst wurde, bestätigte die Polizei nicht.

Ein unbekannter Anrufer hatte in der Umgebung der Kirche fast zeitgleich eine Bombendrohung ausgesprochen. Es bestehe jedoch keine Gefahr, erklärte die Polizei.

«Unfassbare Tat»

Die Tat fügt der zuletzt in den USA ohnehin intensiv geführten Rassismusdebatte nun einen weiteren schweren Fall von Gewalt gegen Schwarze hinzu. South Carolinas Gouverneurin Nikki Haley erklärte nach dem Angriff, sie bete für die Opfer dieser «unfassbaren Tat». Der republikanische Präsidentschaftskandidat Jeb Bush schrieb beim Kurznachrichtendienst Twitter, seine «Gedanken und Gebete» seien bei den Opfern und Hinterbliebenen in Charleston.

Ähnlich und ebenfalls bei Twitter äusserte sich die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, die den Menschen in Charleston ihre «Gedanken und Gebete» zukommen liess.

(flok/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Die Universität hat die Konföderierten-Flagge ins Archiv verbannt.
Oxford - Die traditionsreiche Universität von Mississippi hat die Flagge des US-Bundesstaates mit dem umstrittenen Konföderierten- Emblem auf dem Campus entfernt. ... mehr lesen
Charleston (South Carolina) - Drei ... mehr lesen
San Francisco - Nach dem Massaker ... mehr lesen
Dover - Bei einem Konzert im ... mehr lesen
Paul McCartney gedenkt der Charleston-Opfer. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, einen seit dem 22. April vermissten ... mehr lesen
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen ... mehr lesen  
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ist, hätte in einer Einrichtung mit höherer Sicherheitsstufe untergebracht werden sollen. Von möglichen Institutionen erhielten die Aargauer Behörden allerdings Absagen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -1°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel 0°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen -1°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Bern -2°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Luzern -1°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Genf 0°C 7°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 1°C 7°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten