Grösster Aufsteiger
Weissrussland ist neue Spam-Hochburg
publiziert: Mittwoch, 24. Jul 2013 / 18:07 Uhr
27 Prozent der IP-Adressen werden von Spam-Filtern blockiert. (Symbolbild)
27 Prozent der IP-Adressen werden von Spam-Filtern blockiert. (Symbolbild)

Abingdon/Berlin/San Francisco - Die Internet-Sicherheitsfirma Sophos hat in ihrem Quartalsbericht jene Länder aufgelistet, die hauptverantwortlich für das weltweite Spam-Aufkommen sind.

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Der grosse Aufsteiger ist Weissrussland, dessen IP-Adressen mittlerweile zu 27 Prozent im Ausland geblockt werden. Beim Anteil am weltweit versandten Spam wird das Land nur mehr knapp von den USA geschlagen.

Im Rennen mit den USA

Laut Sophos sind die USA mit 13,8 Prozent nach wie vor die grösste Quelle von Spam-Mails. Dahinter hat mit 11,7 Prozent Weissrussland stark aufgeholt. Sascha Krieger vom deutschen IT-Sicherheitsunternehmen eleven bestätigt diesen Trend. Beim in Kürze veröffentlichten Quartalsbericht von eleven liegt Weissrussland sogar auf Platz eins, was sich durch die geografische Nähe erklären lässt.

Der Anstieg der Spam-Mails aus Weissrussland ist ein Trend, der sich erst in den vergangenen Monaten gezeigt hat. Zuvor war das Land eher in den unteren Rängen zu finden, hat sich mittlerweile aber massive Anteile erarbeitet. Die starken Fluktuationen sind vor allem auf gegen Spammer gesetzte Massnahmen zurückzuführen, die dann auf andere Länder ausweichen.

«Die Hauptquellen des Spamversands sind Botnets und bei Abschaltungen ergeben sich zwangläufig starke Verschiebungen», so Krieger. Es seien in der Vergangenheit vor allem zwei Trends zu beobachten gewesen, was die Bevorzugung von Ländern durch Spammer betrifft. Zum einen handelt es sich um grosse westliche Industrieländer mit starker Internet-Infrastruktur wie die USA und Deutschland und zum andern um Schwellenländer mit schwachen Sicherheitsstrukturen. Während zuvor vor allem Indien und Brasilien betroffen waren, ist Weissrussland nun der Spitzenreiter.

Schwache Sicherheitskontrollen

Gründe für den Anstieg sind die verstärkten Bemühungen gegen Spam-Quellen in anderen osteuropäischen Ländern, wie Russland, und die schwachen Sicherheitskontrollen bei weissrussischen Webhosting-Unternehmen und Internetanbietern, erklärt Andrew Conway, Forscher beim US-Sicherheitsunternehmen Cloudmarks, gegenüber der BBC. Ein Grossteil des Spams stammt nicht aus dem Land selbst, sondern wird über gekaperte Computersysteme geleitet.

Nach Zahlen von Cloudmark werden aufgrund dieser Situation 27,4 Prozent aller IP-Adressen aus Weissrussland im Ausland blockiert. Einen ähnlich hohen Wert kann nur Rumänien mit 22,3 Prozent vorweisen. Weit abgeschlagen folgt Russland mit lediglich drei Prozent. Die weitreichenden Blockierungen werden voraussichtlich einen negativen Effekt auf seriöse Unternehmen haben, die ihre E-Mails international versenden wollen, warnt Conway.

 

 

(tafi/pte)

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