Weiter in Lebensgefahr
publiziert: Donnerstag, 16. Mrz 2006 / 17:08 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 16. Mrz 2006 / 21:26 Uhr

London - Nach einem Medikamententest in einem Londoner Spital befinden sich noch immer zwei Männer in Lebensgefahr. Der Engländer und der Neuseeländer seien im «kritischem Zustand».

Das verhängnisvolle Medikament war zuvor im Tierversuch getestet worden.
Das verhängnisvolle Medikament war zuvor im Tierversuch getestet worden.
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Das sagte ein Spitalsprecher. Eine baldige Verbesserung ihres Zustandes sei unwahrscheinlich. Wegen schwerer Nebenwirkungen liegen vier weitere Patienten noch auf der Intensivstation der Northwick-Park-Klinik in London. Sie sind aber ausser Lebensgefahr.

Allergische Reaktionen

Die Männer hatten am Montag in einem Test ein noch nicht zugelassenes Medikament des deutschen Pharmaunternehmens TeGenero erhalten, das schwere allergische Reaktionen auslöste. Nach Informationen des britischen Senders BBC versagten bei ihnen daraufhin mehrere Organe.

Die Würzburger Firma TeGenero, die das Mittel entwickelt hat, entschuldigte sich inzwischen bei den Angehörigen. Forschungschef Thomas Hanke sagte in London, im Tierversuch habe es damit noch nie Probleme gegeben. Die nun eingestellten Tests hätten zudem den Vorschriften entsprochen.

In der Zeitung «The Times» kritisierten Ärzte indes, die Klinikstudie des Medikaments habe nicht den höchsten medizinischen Standards entsprochen, weil es allen Probanden gleichzeitig gegeben worden sei. Diese Praxis sei «schwer zu steuern» und risikoreich.

2000 Pfund Honorar

Am Test vom Montag hatten acht gesunde Männer gegen Bezahlung von 2000 Pfund (4500 Franken) teilgenommen. Zwei Männer erhielten Placebos, den anderen sechs wurde das Mittel mit der Bezeichnung TGN 1412 verabreicht. Das Medikament sollte bei Multipler Sklerose, rheumatischer Arthritis und Blutkrebs eingesetzt werden.

Angehörige schalteten eine Anwältin ein, die eine Klage gegen das Unternehmen prüfen soll. Bislang sei über das weitere Vorgehen aber noch nicht entschieden, sagte die Rechtsanwältin Ann Alexander. «Die Ärzte behandeln die Symptome. Aber weil sie nicht wissen, was schief gegangen ist, ist alles sehr schwierig.»

(sda)

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