Weitere Evakuation von Schweizern
publiziert: Samstag, 22. Jul 2006 / 14:28 Uhr

Beirut/Zürich - Zehn Tage nach Beginn der israelischen Angriffe auf Libanon werden heute Samstag über 400 weitere Schweizer das Kriegsgebiet auf dem Schiffsweg verlassen können.

Bereits ist rund ein Viertel der libanesischen Bevölkerung auf der Flucht im eigenen Land.
Bereits ist rund ein Viertel der libanesischen Bevölkerung auf der Flucht im eigenen Land.
8 Meldungen im Zusammenhang
Eine von der Schweiz gecharterte Fähre soll am Abend aus dem Hafen von Beirut auslaufen. Das umfunktionierte maltesische Frachtschiff «Fast Arrow» werde am frühen Sonntagmorgen zwischen 2.00 Uhr und 4.00 Uhr auf Zypern erwartet, sagte Fabienne Wiedler vom Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) in Larnaca.

Nach Angaben von SKH-Chef Toni Frisch haben sich bisher rund 430 Schweizer bei der Botschaft in Beirut registrieren lassen, darunter 40 Babys und 4 schwangere Frauen. Die «Fast Arrow» fast rund 500 Passagiere. Die restlichen Plätze werden den Bürgern anderer Länder angeboten.

Das Frachtschiff sei mit Feldbetten, Decken, sanitären Anlagen und Lebensmittel ausgerüstet worden, um die rund 10-stündige Überfahrt so angenehm wie möglich zu gestalten. Das SKH habe auch ärztliches Personal zur Betreuung der Passagiere bereit gestellt.

Die Sicherheit der Ausreisenden sei gewährleistet, sagte SKH-Chef Toni Frisch in einem Interview mit der «Thurgauer Zeitung». Die Schweiz habe die entsprechende Bewilligung erhalten.

Bisher 500 Schweizer evakuiert

Bisher wurden laut EDA rund 500 Schweizer Staatsbürger aus Libanon evakuiert. Rund 250 Personen gelangten über den Seeweg nach Zypern. Etwa 100 Schweizerinnen und Schweizer waren am Donnerstag von Beirut in einem von der Schweizer Botschaft organisierten Konvoi nach Damaskus gefahren.

Das SKH ist mit 14 Leuten in der zyprischen Hafenstadt im Einsatz. Das Team von Ärzte und Psychologen betreut die Schweizer Bürger, die von Schiffen aus Beirut auf Zypern ankommen. Die Leute seien zum Teil traumatisiert, sagte Wiedler.

Nach wie vor ungewiss sei jedoch das Schicksal der 50 bis 70 Schweizer im Süden des Landes. Diese hätten zur Zeit keine Möglichkeit, von dort wegzukommen.

(smw/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern/Larnaca - 336 Schweizerinnen ... mehr lesen
Das Schweizerische Korps für Humanitäre Hilfe betreut die ausgereisten Schweizer. (Archivbild)
Das umfunktionierte maltesische Frachtschiff «Fast Arrow» soll in der Nacht auf Sonntag Zypern erreichen.
Beirut - Rund 340 Schweizer ... mehr lesen
Brüssel - Die Europäische Union hilft ... mehr lesen
Die zyprische Regierung hatte die EU-Partner dringend um Unterstützung gebeten.
Israel war mehrfach vorübergehend auf libanesisches Territorium vorgerückt.
Beirut/Tel Aviv - Die israelische Armee ist einige Kilometer weit über die Nordgrenze des Landes in den Süden des Libanon vorgerückt. mehr lesen
Bern - Die Nothilfe von Schweizer ... mehr lesen
Das IKRK sei daran, die Lieferung von Hilfgütern von Zypern nach Libanon aufzubauen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - In Zürich sind drei Flugzeuge ... mehr lesen
Die erste von Dubrovnik Airline gecharterte Maschine landete in Zürich-Kloten.
Etschmayer In dem Moment, als die Hisbollah zwei israelische Soldaten entführt hatte, wurden zwei lange gemachte Ankündigungen erfüllt. Jene von Hisbollah-Führer ... mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung Frieden.
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung ...
Positive Elemente für Friedensinitiative  Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zu neuen Verhandlungen über einen Friedensplan arabischer Staaten bereit erklärt. Netanjahu sagte am Montagabend in Jerusalem, die Friedensinitiative von 2002 enthalte positive Elemente. mehr lesen 
Israel  Jerusalem - Der rechts-nationalistische Politiker Avigdor Lieberman ... mehr lesen  
Avigdor Lieberman.
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Andreas Kyriacou Die Klage des türkischen Möchtegern-Alleinherrschers Recep Erdogan gegen den Deutschen Satiriker Jan Böhmermann ... mehr lesen   2
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 13°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Basel 15°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 17°C 26°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Bern 13°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Luzern 14°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Genf 14°C 30°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
Lugano 18°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten