Weitere Folterbilder aus Abu Ghraib im Internet
publiziert: Freitag, 17. Feb 2006 / 16:31 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 21. Feb 2006 / 09:23 Uhr

Zürich - Die amerikanische Internetseite salon.com hat bisher unbekannte Fotos zum Folterskandal im Bagdader Gefängis Abu Ghraib veröffentlicht.

Ein Häftling mit Damenunterwäsche über dem Gesicht an ein Bettgestell gefesselt.
Ein Häftling mit Damenunterwäsche über dem Gesicht an ein Bettgestell gefesselt.
11 Meldungen im Zusammenhang
Dies berichtet die «Neue Zürcher Zeitung» in ihrer Freitagsausgabe. Die Fotos entstanden nach Angaben der Webseite etwa zur selben Zeit wie die Aufnahmen, die im Jahr 2004 um die Welt gingen. Die 18 am Donnerstag veröffentlichten Aufnahmen zeigen unter anderem einen an sein Bett gefesselten Häftling mit einer Damenunterhose über dem Kopf, eine Zelle mit blutigen Schleifspuren sowie einen toten Gefangenen. Bereits zuvor hatte der australische Fernsehsender SBS Bilder schwerer Misshandlungen in Abu Ghraib nahe Bagdad gezeigt.

Salon.com erhielt die Fotos nach eigenen Angaben von einem Militärangehörigen, der im damaligen US-Militärgefängnis Abu Ghraib gewesen war. Er soll mit den internen Ermittlungen der Streitkräfte zum Folterskandal vertraut sein.

IKRK bestürzt

Angesichts der Veröffentlichungen fordert die amerikanische Bürgerrechtsbewegung ACLU die Regierung auf, zu prüfen, ob in Abu Ghraib systematisch gefoltert worden ist. Bisher räumte die US-Regierung jeweils nur vereinzelte Verfehlungen von Soldaten ein.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) reagierte mit Bestürzung auf die Misshandlungen. Hier sei das humanitäre Völkerrecht offensichtlich verletzt worden, sagte eine Pressesprecherin vom IKRK am Donnerstag.

(ht/news.ch)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - Nach zwölfjährigem Streit will das Pentagon nun offenbar ... mehr lesen 1
Einige der Fotos hatten bereits 2004 für weltweite Empörung gesorgt.
Bagdad - Erstmals muss sich nun ... mehr lesen
Die Misshandlungen in Abu Ghraib waren 2004 bekannt geworden.
Die frühere US-Brigadegeneralin Janis Karpinski.
Madrid - Im Zusammenhang mit der ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bagdad - Das US-Militär will das ... mehr lesen
Die Insassen von Abu Ghraib sollen in andere Anstalten verlegt werden.
Der Franzose werde im von den USA kontrollierten Teil Abu Ghraibs festgehalten.
Paris - Angehörige eines Franzosen, ... mehr lesen
Washington - Neue Bilder von Misshandlungen im irakischen Gefängnis Abu Ghraib haben die Kritik am Umgang der USA mit ihren Häftlingen verstärkt. Die UNO ermahnt die USA, die Vorfälle zu untersuchen. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
«Unsere Streitkräfte haben 460 Leute evakuiert», sagte ...
Gelungene Flucht  Nahe Falludscha - Hunderten Irakern ist am Freitag die Flucht aus der belagerten Stadt Falludscha gelungen. Es war nach irakischen Angaben die grösste Gruppe, die die seit Tagen umkämpfte Stadt verlassen konnte. Dort leben nach Schätzungen rund 50'000 Menschen. mehr lesen 
G7-Gipfel in Japan  Ise-Shima - Die G7-Staaten haben die Flüchtlingskrise als «globale Herausforderung» anerkannt und weltweites Wirtschaftswachstum als «dringende Priorität» bezeichnet. Das geht aus der am Freitag im japanischen Ise-Shima verabschiedeten gemeinsame Erklärung hervor. mehr lesen   1
Unterstützung durch USA  Bagdad - Irakische Soldaten haben unterstützt von US-Luftangriffen mit einer Militäroperation zur Rückeroberung der Stadt Falludscha aus den Händen der Terrormiliz Islamischer Staat begonnen. Dies teilte der irakische Regierungschef Haider al-Abadi am späten Sonntagabend mit. mehr lesen  
Demonstranten drängen in «Grüne Zone»  Bagdad - Tausende Anhänger des Schiitenpredigers Moktada al-Sadr haben am Freitag erneut ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 16°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen recht sonnig
Basel 16°C 32°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen recht sonnig
St. Gallen 17°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Bern 14°C 30°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Luzern 16°C 31°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen recht sonnig
Genf 16°C 31°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Lugano 20°C 27°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten