Weitere Kritik aus Frankreich an Schweizer Steuerabkommen
publiziert: Dienstag, 24. Jul 2012 / 22:11 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 24. Jul 2012 / 22:46 Uhr
Französische Senatoren recherchierten für ihren Bericht sogar im Ausland.
Französische Senatoren recherchierten für ihren Bericht sogar im Ausland.

Bern - Die Steuerabkommen der Schweiz mit Deutschland und Grossbritannien sind am Dienstag erneut in die Kritik französischer Senatoren geraten. Die Senatoren lieferten ihrer Regierung einen Bericht ab zur Steuerhinterziehung in Frankreich.

10 Meldungen im Zusammenhang
Im Bericht mehrere französischer Senatoren wird ein neues «Hochkommissariat» vorgeschlagen, das die finanziellen Interessen Frankreichs schützen und als Eckpfeiler gegen die Steuerflucht dienen soll. Das Amt solle direkt dem Premierminister unterstellt sein, heisst es im Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Für ihre Recherchen begaben sich die Abgeordneten auch in die Schweiz, um Informationen über das Bankgeheimnis einzuholen. Vor einem Monat führten sie unter anderem Gespräche mit Staatssekretär Michael Ambühl. Bei dieser Gelegenheit liessen sie kein gutes Haar an der Schweizer Lösung mit vorgesehener Abgeltungssteuer.

Die Schweizer Steuerabkommen schwächten die Position der EU, sagte der kommunistische Senator Eric Bocquet am Dienstag im Schweizer Fernsehen SF. Die EU strebt den automatischen Informationsaustausch an, den Bern als «ineffizient» bezeichnet.

Die Franzosen besuchten während ihrer fünfmonatigen Untersuchungen auch Finanzplätze wie London oder Jersey sowie Brüssel. Nach Aussagen von Kommissionsmitgliedern soll Frankreich jährlich 50 bis 60 Milliarden Euro wegen entgangenen Steuern verlieren - das entspricht ungefähr dem jährlichen Schuldendienst des Landes.

Der Bericht listet rund 50 Empfehlungen für den Kampf gegen die Steuerflucht auf. Er soll im französischen Parlament als Grundlage für die Debatte dienen.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Kritik am Erbschaftssteuerabkommen, das die Schweiz mit Frankreich ausgehandelt hat, nimmt zu. Die Waadtländer ... mehr lesen
Dem Wallis drohen empfindliche Einbussen, wenn die französischen Rentner mit ihren Vermögen wegbleiben.
Merkel möchte trotz wachsender innenpolitischer Kritik eine Ratifizierung des Steuerabkommens mit der Schweiz. (Archivbild)
Berlin - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel pocht trotz wachsender innenpolitischer Kritik auf eine Ratifizierung des Steuerabkommens mit der Schweiz. ... mehr lesen 1
Bern - Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf sieht keine Anzeichen ... mehr lesen
Die Schweiz werde gemäss Bundesrätin Widmer-Schlumpf keine Amtshilfe bei Gesuchen leisten, die auf geklauten Daten basierten.
Die Schweiz würde für wohlhabende Franzoden unattraktiver.
Bern - Für reiche Franzosen könnte ... mehr lesen
Bern - Die Schweiz führt laut Staatsekretär Michael Ambühl Gespräche mit diversen Regierungen für die Einführung ... mehr lesen
Staatsekretär Michael Ambühl wirbt für weitere Steuerabkommen.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - Fast 70 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer befürworten das Steuerabkommen mit Deutschland. Dies zeigt eine ... mehr lesen
Steuerabkommen mit Deutschland: Die Befürworter finden sich in allen politischen Lagern.
Der ehemalige Finanzminister Hans Eichel kritisiert die Schweiz scharf. (Archivbild)
Berlin - Bundesfinanzminister ... mehr lesen
Düsseldorf - Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat die SPD-regierten Bundesländer aufgefordert, keine Steuer-CDs von Schweizer Banken mehr zu kaufen. In der Nacht war bekannt geworden, dass Nordrhein-Westfalen eine weitere Steuersünder-Datei einer grossen Schweizer Bank erworben habe. mehr lesen 
Bern - Mit dem Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland sei es ... mehr lesen
Eveline Widmer-Schlumpf hofft darauf, dass die deutschen Bundesländer keine CDs mehr ankaufen.
Die UBS hat scheinbar eine Klage am Hals. (Symbolbild)
Die UBS hat scheinbar eine Klage am Hals. (Symbolbild)
Um reiche Kunden geworben  Paris - Die französische Justiz hat gegen die Schweizer Grossbank UBS ein Anklageverfahren wegen Geldwäscherei in Zusammenhang mit Steuerhinterziehung eingeleitet. Die Bank soll reichen Kunden dabei geholfen haben, Gelder vor dem französischen Fiskus zu verstecken. 
Nach US-Schuldeingeständnis  Zürich - Die teure Beendigung des US-Steuerstreits hat die Credit Suisse (CS) im zweiten Quartal in die roten Zahlen gestürzt. Mit 700 Mio. Fr. ...  
CS schreibt rote Zahlen
Dicke Post: Credit Suisse legt Mitarbeiterdaten offen Zürich/Bern/Washington - Die Credit Suisse (CS) hat über 1000 Mitarbeiter informiert, dass sie ...
CS informiert Mitarbeiter über Offenlegung ihrer Daten
Der Überwacher hat auch Zugang zu den Schweizer Büros.
US-Aufseher durchleuchtet die CS - auch in der Schweiz New York - Die USA lassen die Credit Suisse nach der Milliardenbusse nicht in Ruhe. Die Finanzbehörde des ...
Titel Forum Teaser
  • BigBrother aus Arisdorf 1443
    zur Freude der SP und der GSoA Wer ist ’die Mitte’ bzw. der ’Mitte’-Wähler? Die sogenannte ’Mitte’ ... heute 11:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2318
    Israel... kann beruhigt sein, denn immer mehr Menschen durchschauen die ... So, 20.07.14 09:13
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2318
    Dunkel "Wenn die Initiative angenommen würde, träfe dies also alle – «auch ... Mi, 16.07.14 12:52
  • keinschaf aus Wladiwostok 2492
    Höhere Fachschulen oder Fachhochschulen? Das ist ein Unterschied: "höhere Fachschulen (HF)" sind keine ... Mi, 16.07.14 07:15
  • dennisteichmann aus Basel 1
    Übersicht zu Regelungen Alle relevanten Regelungen zu Anstellungen im Privathaushalt findet ... Mo, 14.07.14 23:14
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2318
    Die... sozialen Verwerfungen in Afrika, Nahost etc. haben zu tun mit dem ... Mo, 14.07.14 17:27
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2318
    Schutz "Die schwangere Syrerin hatte zu einer Gruppe von 36 Flüchtlingen aus ... Mo, 14.07.14 16:54
  • jorian aus Dulliken 1462
    Eveline Widmer-Schlumpf ........ ...... will noch mehr Staat! Mo, 14.07.14 03:26
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 14°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Basel 14°C 21°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 16°C 22°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 16°C 25°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 17°C 25°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 18°C 25°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Lugano 19°C 27°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten