Weitere Meningitis-Tote in den USA
publiziert: Mittwoch, 10. Okt 2012 / 11:40 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 11. Okt 2012 / 22:16 Uhr
Die Zahl der Erkrankten stieg innerhalb von 24 Stunden von 105 auf 119. (Symbolbild)
Die Zahl der Erkrankten stieg innerhalb von 24 Stunden von 105 auf 119. (Symbolbild)

New York - Die von einem verunreinigten Medikament ausgelöste Meningitiswelle in den USA weitet sich aus. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) in Atlanta vom Donnerstag starben zwei weitere Menschen an der Hirnhautentzündung.

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Damit stieg die Zahl der Toten auf 14. Die Zahl der Erkrankten stieg deutlich von 137 auf 170. Mit Idaho ist mittlerweile ein elfter Staat betroffen. Der Bundesstaat im Nordwesten der USA liegt weit von den anderen Krankheitsherden entfernt.

Bislang wurden die Fälle vor allem an der Ostküste der USA registriert. Der Grund ist, dass das verunreinigte Schmerzmittel von einem Unternehmen aus Massachusetts im Nordosten der USA stammt. Die meisten Fälle gibt es nach wie vor in Tennessee. Das vor allem bei chronischen Entzündungen eingesetzte Medikament war mit Pilzen verseucht. Die dadurch ausgelöste Form der Hirnhautentzündung ist nach Angaben der Behörde nicht ansteckend. Wie es genau zu dieser Verunreinigung kam, sei noch unklar.

Insgesamt hatten 76 medizinische Einrichtungen das Präparat mit dem Wirkstoff Methylprednisolon-21-Acetat erhalten. Es wurde den Patienten in die Nähe des Rückenmarks injiziert. Das Mittel war nach CDC-Angaben in 23 der 50 Bundesstaaten geliefert worden. Mehrere Zehntausend Menschen könnten somit betroffen sein. Nicht alle Menschen, denen die Arznei gespritzt worden sei, erkrankten, betonte die Behörde. Mit dem Medikament behandelte Patienten, die jetzt etwa über Schmerzen klagten, sich schwach fühlten oder Fieber hätten, sollten aber ärztlichen Rat suchen. Einige Menschen hätten nach der Injektion Schlaganfälle erlitten.

(bert/sda)

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Anthony Patt ist Professor für Mensch-Umwelt-Systeme an der ETH Zürich.
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