Weitere Muslime klagen gegen die Schweiz
publiziert: Freitag, 18. Dez 2009 / 06:56 Uhr

Bern - Nach dem Minarett-Verbot haben sich vier weitere muslimische Organisationen an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gewandt. Sie wollen die Vereinbarkeit des Abstimmungsresultats mit der europäischen Menschrechtskonvention überprüfen lassen.

Vier weitere muslimische Organisationen wenden sich an den Menschenrechtsgerichtshof in Strassburg.
Vier weitere muslimische Organisationen wenden sich an den Menschenrechtsgerichtshof in Strassburg.
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Der Genfer Anwalt Ridha Ajmi habe das Begehren am Mittwoch vor das Gericht in Strassburg gebracht, teilten die Muslimische Liga Schweiz, die Stiftung Muslimische Gemeinschaft Genf, die Kulturelle Vereinigung der Muslime in Neuenburg und die Genfer Vereinigung der Muslime in der Nacht mit.

Die Organisationen zeigten sich betrübt über das Abstimmungsresultat vom vergangenen 29. November. Die Befürworter der Initiative hätten bei der Bevölkerung Ängste geweckt, die nichts mit den Muslimen in der Schweiz zu tun hätten.

Arbeit mit Bevölkerung

Sie seien sich jedoch bewusst, dass der juristische Vorstoss nur ein Nebenaspekt sei und die wirkliche Arbeit zusammen mit der Schweizer Bevölkerung unternommen werden müsse. Deshalb bereiteten sie gleichzeitig eine Informations- und Aufklärungskampagne über die muslimische Gemeinschaft in der Schweiz vor.

Insgesamt sind beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bisher sechs Briefe zum Minarett-Verbot eingegangen, darunter die Klage des früheren Sprechers der Genfer Moschee, Hafid Ouardiri, wie eine Sprecherin des Gerichtshofes der Nachrichtenagentur SDA am Donnerstag sagte.

(tri/sda)

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Auch Atheisten
Liebes Gwäggi

Ich habe guten Kontakt auch zu Atheisten. Auch diese Glauben an die Zukunft, an die Menschheit ( Humanismus ) und denken sich dass es Gott nicht in dem Sinne braucht, wie es sich die Religionsführer gerne idealisieren ( = vermenschlichen ).

Viele Atheisten kehren Gott sehr oft aufgrund einer Frustuation - dass Gott und der Glaube an Gott bis heute mehr Kriege und Unheil über viele Menschen gebracht haben - heraus den Rücken.

Ich kann es ihnen nicht verdenken und verstehe es sogar.

Es ist aber vielleicht auch hier die Vermischung von Glaube und Religion, welches Missverständnisse hervorruft.

Und Spiritualität haben auch manche Atheisten erlebt ohne Gott und ohne Religion.

Und genau deshalb verstehe ich mich mit Ihnen so gut, weil auch Sie an das Wahre, an die Liebe an das Gemeinsame ( jenseits von Religion, Politik und deren Dogma ) glauben und diese auf Ihre Art zu realisieren suchen.

Deshalb spreche ich konsequent von "Glauben" und lehne die Religionen generell und deren Politiken ab.

Zum Schluss:

Ihre Gedanken sind erfreulich für mich und geben mir die Hoffnung wieder, dass wir uns gemeinsam im Glauben wiederfinden.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Famile besinnliche und erfreuliche Weihnachten.
Gott behüte euch
Das Gegenteil
Hallo Kübra.

Sie sind wirklich ein unverständiges Wesen.

Vielleicht sogar Gottlos...

Denn, ich rede von Glauben nur vom Glauben und unseren Gemeinsamkeiten aller Menschen und Geschlechter ohne Vorbehalte.

Sie aber reden nur immerzu von Religion und Politik und "DEN ANDEREN"

Sie sprechen von Toleranz und praktizieren diese nicht.
Sie sprechen von Krieg und ich gehe nicht hin.

Verstehen Sie endlich ein für alle Mal.

Glaube ist vor Gott und der Wahrheit objektiv, vorbehaltlos , unparteiisch und kennt keine Konfession.

Verstehen Sie das Endlich...

Solange Sie Glaube und Religion verwechseln, werden Sie von Toleranz, Frieden, Integration und Sicherheit reden, ABER DAS GEGENTEIL TUN ....

Grüss Gott und besinnliche Festtage wünsche ich Ihnen
Gottes Reich
ist kein erkriegtes Reich und das wollte ulenspiegel wohl auch andeuten. Solange es gierige und egoistische Menschen mit Macht gibt wird es leider Krieg geben, das hat mit Religion rein gar nichts zu tun. Die Religion wird einfach vorgeschoben um seine unredlichen angeblich göttlichen Ziele zu erreichen.

"Mein" Gottes Reich wäre eine friedliche Welt in der jeder freiwillig Gott folgt. In vielen Augen bin ich damit vielleicht ein naiver Träumer - mir egal. Ich behaupte Gott schon gespürt zu haben, da können mich alle Atheisten für verrückt erklären, kümmert mich nicht im geringsten. Wenn ich nur schon die biblischen 10 Gebote neben die Freidenker "Gebote" lege, stelle ich fest, dass die Freidenker mit ihrem achso freien Denken auch nichts besseres raushusten konnten... Ferner bieten Freidenker Unterstützung für religionsfreie Hochzeiten und geben den Feiern dann einen spirituellen Touch, obwohl man als Freidenker doch frei sein sollte von Spiritualität, denn sie ist ein kompletter Widerspruch zum Freidenkertum.

Es zeigt aber deutlich, dass der grösste Teil der Menschen sehr wohl Spiritualität sucht. Wenn alle Menschen eines Tages friedlich mit - oder nebeneinander leben können und wir es schaffen, dass keiner mehr Hunger leiden muss und jeder der will ein Dach über dem Kopf hat und wir unserem kleinen Mückenschiss im Universum Sorge tragen, weil es mit heutiger Beweislage bisher der einzige Platz ist wo's Leben gibt, dann denke ich haben wir Gottes Reich geschaffen.

Solange wir uns die Köpfe einschlagen wegen dummen Banalitäten, solange wird's das nicht geben...
Gottes Reich
ist kein erkriegtes Reich und das wollte ulenspiegel wohl auch andeuten. Solange es gierige und egoistische Menschen mit Macht gibt wird es leider Krieg geben, das hat mit Religion rein gar nichts zu tun. Die Religion wird einfach vorgeschoben um seine unredlichen angeblich göttlichen Ziele zu erreichen.

"Mein" Gottes Reich wäre eine friedliche Welt in der jeder freiwillig Gott folgt. In vielen Augen bin ich damit vielleicht ein naiver Träumer - mir egal. Ich behaupte Gott schon gespürt zu haben, da können mich alle Atheisten für verrückt erklären, kümmert mich nicht im geringsten. Wenn ich nur schon die biblischen 10 Gebote neben die Freidenker "Gebote" lege, stelle ich fest, dass die Freidenker mit ihrem achso freien Denken auch nichts besseres raushusten konnten... Ferner bieten Freidenker Unterstützung für religionsfreie Hochzeiten und geben den Feiern dann einen spirituellen Touch, obwohl man als Freidenker doch frei sein sollte von Spiritualität, denn sie ist ein kompletter Widerspruch zum Freidenkertum.

Es zeigt aber deutlich, dass der grösste Teil der Menschen sehr wohl Spiritualität sucht. Wenn alle Menschen eines Tages friedlich mit - oder nebeneinander leben können und wir es schaffen, dass keiner mehr Hunger leiden muss und jeder der will ein Dach über dem Kopf hat und wir unserem kleinen Mückenschiss im Universum Sorge tragen, weil es mit heutiger Beweislage bisher der einzige Platz ist wo's Leben gibt, dann denke ich haben wir Gottes Reich geschaffen.

Solange wir uns die Köpfe einschlagen wegen dummen Banalitäten, solange wird's das nicht geben...
Reich errichten?
Zitat ulenspigel
"Auf Erden mit unserem gemeinsamen Glauben das Reich von unserem aller Vater errichten. Diese Macht und die Aufgabe hat uns Gott mitgegeben. "

Eben nicht ulenspigel.
Wir wollen kein Reich errichten, für die in den heiligen Schriften erwähnten Völker und Glaubensrichtungen. Wir sind keine Gotteskrieger, sondern uns selbst verantwortliche Staatsbürger, die grösstenteils mit Kirche und Religion nichts am Hut haben.

Sie sollten versuchen zu verstehen, dass es in unserem Staat keine Rolle spielt, ob jemand an Christus, Mohammed, Zaratustra, die Wiedergeburt, an lebende Steine glaubt, Taoist oder Budhist ist. Religion ist Privatsache und geht den Staat im Rahmen der Privatsphäre nichts an.

Das ist keine Schwäche der Gesellschaft, sondern Teil der gelebten Toleranz innerhalb der von der Mehrheit gelebten christlichen Leitkultur. Dass diese Toleranz auch Grenzen hat muss wohl ab und zu allen Interessierten wieder bewusst gemacht werden.

Apropos Gotteskrieger. Ich war mal dafür, eine hochspezialisierte Berufsarmee in der Schweiz zu schaffen. Davon bin ich wieder abgekommen.
Wo sonst als in der Milizarmee muss man auf so engem Raum unter Stressbedingungen lernen, miteinander zu leben und sich auf den anderen zu verlassen, egal welche Religion, Hautfarbe oder Weltanschaung er hat. Eine Schule für's Leben. So gesehen leistet die Armee alleine schon durch ihre Integrationsfunktion und Präsenz einen wichtigen Beitrag zur inneren Sicherheit.

Ich wünsche frohe und friedliche Festtage
Meine Erfahrungen
Ist eigentlich auch meine Erfahrung mit Muslimen hier in U.A.E. und auch mit gemässigten Saudis. Jesus ist bei ihnen ein Prophet und wird dereinst wiederkehren. Nicht Mohammed. Dass Christen ihn Gottes Sohn nennen stört diese Muslime auch nicht.

Ebenso steht in der Bibel die Empfängnis Maria's durch den heiligen Geist. Im Koran steht durch den Hauch Gottes. Solche Beispiele anderer Ausdrücke, gleicher Inhalt, ziehen sich quer durch die Bücher.

Genauso wie ich zu Eid eingeladen werde, lade ich muslimische oder jüdische Freunde zu einem Weihnachtsessen ein. Unter Normalen ist das normal.Vorher oder nachher, denn die zwei Haupttage an Weihnachten müssen für mich in der Schweiz sein.

Am schönsten ist eigentlich Silvester, weil wir dann wirklich alle zusammen feiern.

Auch wenn unser Büro hier mit einem Deutschen, einem Palästinenser, einem Israeli und einem Schweizer wirklich nicht der Norm entspricht. Wir ziehen uns wenn schon eher auf und machen gegenseitig Religionswitze.

Diese Muslime betrachten uns denn auch nicht als Ungläubige, sonder dass wir an den gleichen, einen Gott glauben. Ich weiss auch dass ich unheimliches Glück geniesse und dass dieser unproblematische Umgang der Kulturen nicht in allen Ländern und Regionen der Realität entspricht. Für mich hier passt es und das Zauberwort dafür heisst gegenseitiger Respekt.

So nun wünsche ich allen hier im Forum, auch den Muslimen die gerne mit uns etwas mitfeiern möchten, einen Frohe Weihnacht und ein gutes Neujahr!
Der Glaube
Es gibt Muslime, die Jesus den Christus als einen Ihrer Propheten anerkennen und Ihn "als Wort Gottes" betrachten.

Warum das so ist, das steht wie folgt im Koran:

Rudi Paret, Sure 2:

" 87 Wir haben doch (seinerzeit) dem Mose die Schrift gegeben und nach ihm die (weiteren) Gesandten folgen lassen. Und wir haben JESUS, dem Sohn der Maria, die klaren Beweise gegeben und ihn MIT DEM HEILIGEN GEIST GESTÄRKT. Aber waret ihr (Juden) denn nicht jedesmal, wenn ein Gesandter euch etwas überbrachte, was nicht nach eurem Sinn war, hochmütig und erklärtet ihn für lügnerisch oder brachtet ihn um?"

Rudi Paret, Sure 3:

" 45 (Damals) als die Engel sagten: 'Maria! GOTT verkündet dir ein WORT VON SICH, dessen NAME JESUS CHRISTUS, der Sohn der Maria, IST! Er wird im Diesseits und im Jenseits angesehen sein, einer von denen,die (Gott) nahestehen. 46 Und er wird (schon als Kind) in der Wiege zu den Leuten sprechen, und (auch später) als Erwachsener, und (wird) einer von den Rechtschaffenen (sein).'
"

Schon aus diesen Auszügen war es für mich klar, dass es keine Verschiedenen Götter oder Propheten des EINEN gibt und das Christen auch Juden sind und Moslem eigentlich auch Christen bzw. Juden sind...

Besteht dann noch irgendein Grund für die Gläubigen Moslems die Weihnachten Ihrer Christlichen Geschwister nicht mitzubegleiten?

Ihre Freude und die Liebe an dem gemeinsamen Propheten Jesus den Christus zu teilen?

Mitzusingen und mitzuhoffen, dass alle Gläubigen gestärkt durch den Heiligen Geistes werden?

Meine Muslimischen Anteile haben sie nie dagegen gesträubt, mitzubeten und mitzusingen, in die Kirche mit meinen Freunden zu gehen, an den Waldweihnachten teilzunehmen, und mit den nächtlichen Besuchen bei einsamen Mitmenschen an Weihnachtsabenden mitzuhelfen deren Leid ein bisschen zu lindern.

Wenn wir akzeptieren können, dass Moslems auch an Jesus den Christus glauben, Ihn als des Menschen Sohn und als EINER DER iHRIGEN betrachten, als einen Bruder im Geiste und im Fleische, kann der Glaube folgendes herbeiführen.

"Vater UNSER, der Du bist im Himmel
Dein Reich komme, Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden."

Auf Erden mit unserem gemeinsamen Glauben das Reich von unserem aller Vater errichten.

Diese Macht und die Aufgabe hat uns Gott mitgegeben.

Wir sollten es endlich mal anpacken anstatt uns gegenseitig das Hirn einzuschlagen.

Ich wünschen euch allen besinnliche Weihnachten.
Grüss Gott
ja uneinig
Trifft es besser.

Ich bekomme nicht das Gefühl mich angepasst zu haben, wenn ich jemandem das Nichtmitsingen gestatte. Lustig ist in unserem Land ja auch, dass es viele Befürworter für die Trennung von Religion und Staat gibt. Bei den Muslimen ist dies ja schon der Fall, da sie ja keine Landeskirche haben.

Wenn ein Sozi seinem Kind die Weihnachtslieder in der Schule aufgrund des gelebten Atheismus zuhause verbieten würde, käme keine Zeile in der Zeitung, tuts ein Ausländer, gibts grosse Schlagzeilen. Es wird hier eine Kultur instrumenralisiert, die von einem Grossteil der Schweizer so gar nicht mehr praktiziert wird. Hinzukommt, dass es in alkererster Linie christliche Freikirchen sind, welche in unserem Schulsystem den Hauptanteil an Sonderzügli fahren und nicht etwa die Moslems.

Wenn Du in den Emiraten das Leben so mitmachst oder machen musst und Dich das nicht stört, gehe ich mal etwas vorurteilend davon aus, dass Du nicht stark mit euner Religion verankert bist. Ich würde mich in meiner Religion jedenfalls eingeschränkt fühlen, zumal ich mich erinnern kann, dass Du (ich glaube Du warst das) mal geschrieben hast, dass es Weihnachtsdekoration gibt in den Emiraten . Wenns ums Geld geht ist man zu allem bereit, ansonsten ist Islam Staatsreligion? Sorry, definitiv nicht meine Welt.

Einen feinen Unterschied gibts auch noch. Du bist freiwillig ausgewandert, die Emirate waren Deine Wahl. Ich hatte mir damals England ausgesucht - und hatte trotz doch sehr nahe beieinanderliegenden Kulturen meine Mühe mit der Anpassung. Die Leute, welche zu uns kommen, tun dies oft aus einer Notlage, das enrschuldigt zwar nichts, hilft aber durchaus dabei festzustellen wie jemand tickt, resp. Wieso jemand so tickt.

Wenn die Schweizer so christlich werden, dass Weihnachten wieder Weihnachten wird, dann kann sich.die Presse von mir aus wieder empören, bis dahin bleibt das Geplänkel eine Heuchelei, die einzig und alleine das Ziel verfolgt Ausländer schlecht zu machen.

Man findet immer einen Grund den Ausländern die Schuld zu geben....

Anpassen nein, aber unsere BV gilt für alle und dies mit gleichlangen Spiessen.

Was allerdings dumm ist, den Ausländern in vorauseilendem Gehorsam Reglemente voranzupassen. Wenn jemand was für sich will, soll sich derjenige gefälligst selber schlau machen über die rechtliche Situation.

So, nun aber frohe Weihnachten, und einen guten Rutsch.
Halt uneinig
Nun, einigen wir uns darauf dass wir uns nicht einig sind.

Sorry, aber das ist ja wohl eine selten dumme Frage:

"Du sagst, dass Du die fremde Kultur respektieren musst. Feierst Du Ramadan ? Jom Kipur, Eid (sorry für allfällige Schreibfehler) ?"

Ja ich muss die fremde Kultur respektieren. Ich lebe in einem anderen Land mit anderer Kultur und Mehrheitsreligion. Ist doch normal. Während Ramadan gehe ich nachts mit den Kollegen Essen und feiern. An Eid kann ich mich vor Einladungen nicht retten. Ich passe mich an. Es gibt auch Religionswächter und ich müsste eine Busse bezahlen wenn ich auf der Strasse zum Beispiel rauchen würde.

Ich darf im Auto nicht mal einen Starbucks-Kaffee auf der Autobahn trinken. Das ist kein aufzwingen von Religion für Sie? Doch, bis zu einem gewissen Punkt werde ich gezwungen Ramadan durchzuführen, obwohl nicht meine Religion. Ich bin schon in einer Sitzung umgekippt, weil mir bei 35 Grad von den Gläubigen Gastgebern kein Wasser gegeben wurde. Auch sehr tolerant, oder. Bis zur Gesundheit.

Aber bei uns sollen sie dann kein Liedchen singen?

Kein Kind wird zum Singen gezwungen. Uns ständig den anderen anzupassen ist keine Lösung. Wenn Sie Zustände wie in England wollen, wo die Weihnachtsbeleuchtung geändert wird um Muslimen entgegenzukommen, dann ist das Ihre Meinung und OK. Aber sicher nicht die der Mehrheit und meine.

Ich habe gegen die Minarett Initiative gestimmt und habe nichts, rein gar nichts gegen Muslime. Im Gegenteil ich setze mich hier im Forum immer für die Muslime und das Zusammenleben ein.

Aber ich bin nicht damit einverstanden dass andere unsere Toleranz fordern und sich in unserem Land intolerant verhalten. Nein danke. Was Sie oben schreiben, würde sogar bei meinen muslimischen Freunden hier unten Kopfschütteln auslösen.

Wenn sich Ihr Glaube durch das mitsingen von einem Lied in einer Gruppe angegriffen fühlt, oder das der Muslime, kann Ihnen niemand helfen. Ich kenne keine Berichte dass sich jüdische Kinder bei Jesusliedern in der Schule aufregten. Auch keine Hindus. Wenn ja, sollen Sie nach Hause.
Besinnliches
Ich habe in der Zeit bis zur Minarett-Abstimmung und auch nachher viel auf dem Internet gestöbert und dabei gelernt, was ein fundamentalistischer, patriarchalischer Islam in den Köpfen von Menschen, die von den Entwicklungen der heutigen Zeit überfordert sind, anrichten kann.
Korruption und Analphabetismus sind ein Problem vieler islamischer Länder. Einwanderer, vor allem, wenn sie schlecht ausgebildet sind und sich am unteren Ende der Gesellschaft wiederfinden, entwickeln, um sich heimisch zu fühlen, eine Parallelgesellschaft.

Fundamentalistische Strömungen im Islam nutzen die Unsicherheit und bieten mit ihren einfachen Regeln einen gefährlichen Halt.

Vor vierzig Jahren waren unverschleierte Frauen in den Strassen der Städte im Iran und Saudi Arabiens noch ein vertrautes Bild. Es gab keine Religionspolizei, die die Einhaltung der Regeln, die von einigen alten Männern aufgestellt wurden, überprüfte und mit Gewalt durchsetzte.

In Europa wurde das Tragen eines Schleiers erst in der Diaspora zu einem Merkmal der Identität und des Widerstandes gegen eine Gesellschaft mit ihrer Forderung nach Produktivität. Viele sind sich nicht bewusst, dass sie den alten Männern in Ghom, Mekka und Ankara bei ihren Machtspielen als politische Knetmasse dienen.
Diese Situation erlebte ich in Frankreich und Deutschland.

In konservativen Kreisen, vor allem bei Menschen, die ursprünglich vom Land stammen, kommt dazu auch eine gewisse Ignoranz und Rückständigkeit. Der Unterschied in der Denkweise kann schon mal hundert Jahre betragen.

In den arabischen Ländern hat mit dem Machtkampf Iran – Saudi Arabien eine unheilvolle Entwicklung eingesetzt. Jeder der Gottesstaaten will beweisen, dass er die religiösen Vorgaben strikter auslegt und noch näher an der richtigen Auslegung des Korans steht. Auch die Türken versuchen sich aus innen- und aussenpolitischen Gründen als weitere Kraft in diesem Spiel zu positionieren.

Allen dient der Koran als Vorwand ihren Einfluss zu erweitern und gleichzeitig als Druckmittel, um auch die Moslems in Europa gefügig zu machen und in die eigene Herde zu zwingen. Ausserdem hat das Ganze auch einen missionarsichen Charakter.

Man hat die gesellschaftsspaltende Tendenz dieser Kräfte aus den unterschiedlichsten Gründen in Europa lange Zeit unterschätzt, verharmlost oder in die entsprechenden Stadtviertel ausgelagert und ignoriert.

Der Beitrag von Dr Taj Hargey, dem “chairman of the Muslim Educational Centre of Oxford and the imam of the Summertown Islamic Congregation in Oxford”
http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/columnists/guest_contributors...

Enthält den Abschnitt

Nur wenn eingewanderte Moslems und Konvertiten in Europa die verschrobene Ideologie einer fundamentalistischen männlichen Priesterkaste abweisen, wird der Hauptgrund der Anti - Moslem Vorurteile in Europa sich auflösen. Trotz des islamophoben Minarett - Banns sind die religiösen Rechte der Muslims unangetastet und intakt.

Die Schweizer Moslems haben aber die seltene Gelegenheit, die Verbindung mit der dominierenden Religionsauslegung aus dem Osten (Saudi Arabien) abzubrechen und den unverdorbenen Glauben an den Islam wiederherzustellen.

“Only when Muslim immigrants and converts in Europe reject the twisted ideology of a fundamentalist male clergy will the chief causes of anti-Muslim prejudice in Europe recede. Meanwhile, despite the Islamophobic minaret ban, the religious rights of Swiss Muslims remain intact. They do, however, have a rare opportunity to cut the link with the dominant theology of the East and to restore Islam’s pristine beliefs.”

Die Moslems in der Schweiz haben die Möglichkeit, etwas Neues zu schaffen. Ein Prozess, der sehr viel Kraft und Mut benötigt.
Dabei müssen sie auch immer wieder aufpassen, dass sie nicht von aussen (Saudis, Iran, Türkei) vereinnahmt werden und gleichzeitig auch, dass sie nicht für innenpolitische Auseinandersetzungen missbraucht und instrumentalisiert werden (Club Helvetique).

Es ist eine Herausforderung, die ein Teil der hier lebenden Moslems schon erfolgreich angegangen ist.

Dr Taj Hargey hat die Gründe wieso ein Ja an der Abstimmung richtig war, sehr gut erklärt.
Leider gab es keine Abstimmung zu den eigentlichen Themen. Dem Verhindern der Einflussnahme fundamentalistischer Kreise und der - trotz schon vorhandener Probleme - ungebremsten Zuwanderung.

Es braucht in einem Land Regeln, um das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Völker und Religionen zu ermöglichen. Die Schweizer haben ihre Schmerzgrenze klargemacht und eine Leitplanke gesetzt. Viele Moslems sind froh, dass sich ihr Gastland bzw. das Land, dessen Staatsbürger sie sind oder werden wollen, klar geäussert hat. Sie sind wahrgenommen worden und ich weiss, die Nachricht ist angekommen.
Ja. Ihr seid hier, aber lasst um Gottes Willen diese alten Zöpfe ( und Säcke ) hinter Euch. Es sind viele in einen Topf geworfen worden, die nicht da hineingehören.

Bis wir soweit sind, bin ich dafür, keine neuen Einwanderer mehr aufzunehmen.
Wir müssen zuerst sehen, dass wie diejenigen, die schon hier sind integrieren können.

Wer die Regeln bricht, Gewalt anwendet und straffällig wird, hat sich im Interesse auch seiner Glaubensbrüder und Landsleute zu verabschieden.

Ich wiederum verabschiede mich, da ich jetzt in die Ferien gehe.
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