Weitere Proteste in Bangkok trotz Ausnahmezustands
publiziert: Mittwoch, 3. Sep 2008 / 18:20 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 3. Sep 2008 / 18:36 Uhr

Bangkok - Einen Tag nach den dramatischen Strassenschlachten in Bangkok und der Verhängung des Ausnahmezustands haben Regierungskritiker ihren Protest ungehindert fortgesetzt.

Die Armee hält sich weiterhin zurück.
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Tausende Demonstranten, die den Rücktritt der Regierung fordern, hielten in der thailändischen Hauptstadt das Gelände um den Regierungssitz weiter besetzt. Sie ignorierten die neuen Gesetze, wonach Ansammlungen von mehr als fünf Menschen illegal sind.

Die Polizei schritt aber nicht ein, um das Gelände zu räumen. Die meisten der 200'000 Angestellten des öffentlichen Dienstes ignorierten ihrerseits einen Aufruf der Gewerkschaften zum Streik.

Der Regierungssitz wird seit über einer Woche von der oppositionellen Volksallianz für Demokratie (PAD) belagert. Sie umfasst militante Nationalisten, Anhänger des Königs und Gewerkschafter.

Armee will nicht räumen

Die Protestbewegung sieht in Samak Sundaravej, dem Sieger der Parlamentswahl vom vergangenen Dezember, eine «Marionette» seines 2006 in einem unblutigen Militärputsch abgesetzten Vorgängers Thaksin Shinawatra.

Armeechef Anupong Paochinda weigert sich weiterhin, das besetzte Regierungsgebäude mit Gewalt zu räumen. Er gehört zu den Generälen, die 2006 Ministerpräsident Thaksin gestürzt hatten.

Am Dienstag waren rivalisierende Demonstranten in den Strassen Bangkoks mit Schlagstöcken und Messern aufeinander losgegangen. Ein Mann kam ums Leben, Dutzende wurden verletzt.

(ht/sda)

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