Globales Navigationssystem der EU
Weitere Satelliten für Galileo: Start erfolgreich
publiziert: Donnerstag, 18. Okt 2012 / 11:41 Uhr
Der Beginn des Vollbetriebs ist derzeit für das Jahr 2018 geplant.
Der Beginn des Vollbetriebs ist derzeit für das Jahr 2018 geplant.

Wie die europäische Weltraumagentur ESA am Wochenende bekanntgab, war der Start von zwei weiteren Satelliten für das Satellitennavigationssystem Galileo erfolgreich.

8 Meldungen im Zusammenhang
Wie schon beim letzten Start im Oktober 2011 stammen die Satelliten von der Weltraumsparte Astrium des EADS-Konzerns und wurden vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou der Arianespace in Französisch-Guyana ins All gebracht. Eine Sojus-ST-Trägerrakete brachte sie auf ihre geplante Umlaufbahn in etwa 23'200 km Höhe.

Teilbetrieb von Galileo ab Ende 2014 geplant

Die ESA will mit den nun vier in Umlaufbahn befindlichen Galileo-Satelliten eine letzte Test-Phase (In-Orbit-Validation) durchführen, um die Funktionsfähigkeit des Systems zu überprüfen. Vier Satelliten sind die Minimal-Konstellation, um eine präzise Positionsbestimmung vornehmen zu können. Die bisher in den Orbit gebrachten Satelliten sind aber keine reinen Test-Geräte, sondern sollen in Zukunft auch im regulären Betrieb eingesetzt werden. Dafür sollen bis zum Ende des Jahres 2014 14 weitere Satelliten starten, so dass sich insgesamt 18 Stück in der Umlaufbahn befinden. Damit sollen schon ab 2015 einige Dienste für die Positionsbestimmung und Navigation verfügbar sein, wie Didier Faivre, der Direktor des Galileo-Programms bei der ESA, ankündigte. Der Beginn des Vollbetriebs ist derzeit für das Jahr 2018 geplant. Dann sollen insgesamt 30 Galileo-Satelliten im Orbit sein. Die Schweiz ist ein Gründungsmitglied der europäischen Weltraumagentur und beteiligt sich sowohl finanziell als auch mit heimischen Zulieferer-Firmen an Galileo.

Galileo: Von der Konkurrenz überholt: Glonass schon im Betrieb
 
Der Plan für ein eigenständiges europäisches Satellitensystem zieht immer wieder Kritik auf sich. Sowohl die ständig steigenden Kosten von mindestens fünf Milliarden Euro als auch immer wieder auftretende Verschiebungen des Starttermins sorgen für Unmut. Ursprünglich war der Start von Galileo schon für 2008 geplant.

Die EU und die beteiligten Nicht-EU-Länder wie die Schweiz sehen Galileo hingegen nach wie vor als wichtiges Infrastruktur-Projekt und betont vor allem den zivilen Charakter des Systems gegenüber den militärischen Lösungen GPS aus den USA und Glonass aus Russland als Vorteil.

Auch andere Länder bauen an GPS-Alternativen. So will etwa China sein bisher nur regional verfügbares Satellitensystem Compass für die globale Nutzung ausbauen.

(Susanne Kirchhoff/teltarif.ch)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Kourou - Schwere Panne beim Start ... mehr lesen
Die beiden am Freitag gestarteten Satelliten für das globale europäische Navigationssystem Galileo sind von ihrer Trägerrakete nicht in der richtigen Erdumlaufbahn ausgesetzt worden.
Die Darstellung zeigt die Satelliten des europäischen Navigationssystems Galileo in der geostationären Erdumlaufbahn.
Morgen oder am Sonntag (22. oder ... mehr lesen
Brüssel - Die EU und die Schweiz ... mehr lesen
Galileo Satellitennavigationssystem.
40 Jahre nach der ersten Mondlandung werfe der Erdtrabant noch immer viele Fragen auf.
Bremen - Der Raumfahrtkonzern Astrium hat konkrete Pläne für eine erste europäische Mondlandung vorgelegt. Das Bremer Unternehmen hatte für die Europäische Weltraumagentur Esa ... mehr lesen
Bern - Ein Schweizer Weltraumprojekt unter der Leitung der Universität Bern hat den ... mehr lesen
Bereits ab 2017 soll ein Satellit namens «CHEOPS» Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems erforschen. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Immer mehr Regionen machen sich unabhängig von GPS.
Nachdem es jahrelang nur GPS als einzigen Positionierungsdienst gab und sich der Begriff GPS als Synonym so etabliert hat wie Google für Suchmaschinen, starten nun nach und nach weitere ... mehr lesen
Mit Galileo bekommt Europa ein eigenes globales Satellitennavigationssystem.
Brüssel - Die EU-Mitgliedstaaten sind ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Sieben Stunden lang pumpte Astronaut Jeff Williams das Modul «Beam» in kleinen Schüben auf, bis es am Samstag um 16.00 Uhr (22.00 Uhr MESZ) ganz entfaltet war.
Sieben Stunden lang pumpte Astronaut Jeff Williams das Modul «Beam» in ...
Raumfahrt-Experiment zu guter Letzt erfolgreich  Washington - Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Zwei Tage nach dem abgebrochenen Versuch, die Internationale Raumstation ISS durch ein aufblasbares Modul zu erweitern, ist der US-Weltraumbehörde NASA das Experiment doch noch gelungen. mehr lesen 
Raumsonde Rosetta  Bern - Die Raumsonde Rosetta hat eine Aminosäure und Phosphor in den Ausgasungen des Kometen Tschuri gefunden. Beides sind wichtige Bestandteile für die Entstehung von Leben. mehr lesen
Die hellen Strahlen rund um den Kometen Tschuri nennt man Koma.
Modul gerade einmal ein paar Zentimeter aufgeblasen  Miami - Ein Experiment mit einem aufblasbaren Wohnraum-Modul an der Internationalen Raumstation ... mehr lesen  
Ungewöhnlicher Vorgang  Winterthur ZH - Im südwestlichen Quadranten der Sonne zeigt sich derzeit ein ungewöhnlich grosser ... mehr lesen  
Der Sonnenfleck entspricht einem Durchmesser der doppelt so gross ist wie die Erde.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 13°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Basel 12°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
St. Gallen 13°C 23°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Bern 11°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 14°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 13°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 19°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten