Weiterer Impfstoff gegen Schweinegrippe zugelassen
publiziert: Freitag, 13. Nov 2009 / 16:11 Uhr / aktualisiert: Freitag, 13. Nov 2009 / 18:11 Uhr

Bern - Ab Montag steht in der Schweiz ein dritter Impfstoff gegen die Schweinegrippe zur Verfügung. Swissmedic hat den Impfstoff Celtura von Novartis zugelassen. Mit diesem neuartigen Mittel sollen sich vor allem Kinder zwischen 3 und 18 Jahren impfen lassen.

Swissmedic hat einen weiteren Impfstoff gegen die Schweinegrippe zugelassen.
Swissmedic hat einen weiteren Impfstoff gegen die Schweinegrippe zugelassen.
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Im Vergleich zu den bereits im Oktober zugelassenen Impfstoffen Focetria und Pandemrix wird Celtura nicht auf der Basis von Hühnereiern gewonnen, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte. Die Antigene von Celtura werden aus Zellkulturen hergestellt. Dieses Verfahren ist neu.

Mit Celtura impfen lassen können sich Kinder ab drei Jahren sowie alle Erwachsenen. Für Menschen ab 40 braucht es aber zwei Impfungen im Abstand von drei Wochen, um zu einem genügenden Schutz zu gelangen.

Keinen geeigneten Impfstoff gibt es zurzeit nur für unter sechs Monate alte Säuglinge. Für Kinder ab sechs Monaten bis 3 Jahre ist Focetria geeignet, wie BAG-Direktor Thomas Zeltner vor den Medien erklärte.

Auslieferung von 178'000 Dosen

Für Kinder zwischen 3 bis 18 Jahren sind theoretisch Celtura und Focetria geeignet. Das BAG empfiehlt dieser Zielgruppe aber, das neu zugelassene Celtura zu nehmen.

Denn die Zahl der verfügbaren Focetria-Impfdosen sei beschränkt und solle in erster Linie für Kinder unter 3 Jahren eingesetzt werden. Dafür braucht es rund 400'000 Focetria-Impfdosen. Ausserdem braucht es auch Focetria für Schwangere. Für die Über-18-Jährigen stehen Pandemrix und Celtura im Vordergrund.

Den Kantonen steht der neue Impfstoff ab Montag oder Dienstag zur Verfügung. Swissmedic stimmte der Auslieferung von 178'000 Dosen zu, die sich bereits in der Schweiz befinden und damit rasch verteilt werden können.

Zur angelaufenen Impfkampagne erklärte Zeltner, dass die Kantone, die bereits Anfang Woche begannen, die Angehörigen der Risikogruppen zu impfen, schon bald das Impfprogramm für die Allgemeinheit öffnen.

(smw/sda)

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