Japan
Weiterer japanischer Minister besucht umstrittenen Yasukuni-Schrein
publiziert: Sonntag, 20. Okt 2013 / 09:44 Uhr
Für viele Japaner ist der Besuch des Yasukuni-Schreins ein unpolitisches Ritual, doch Japans Nachbarn sehen in dem Schrein eine Verherrlichung der dunkelsten Kapitel der japanischen Geschichte.
Für viele Japaner ist der Besuch des Yasukuni-Schreins ein unpolitisches Ritual, doch Japans Nachbarn sehen in dem Schrein eine Verherrlichung der dunkelsten Kapitel der japanischen Geschichte.

Tokio - Ungeachtet heftiger Proteste aus China hat ein weiterer japanischer Minister den umstrittenen Yasukuni-Schrein in Tokio besucht. Keiji Furuya begründete seinen Besuch am Sonntag damit, dass er den Kriegstoten des Landes die Ehre erweisen wolle.

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Er habe «nicht die Absicht, unsere Nachbarländer zu irritieren», fügte der Minister hinzu, der im Kabinett für von Nordkorea entführte Japaner zuständig ist. Der japanische Innen- und Kommunikationsministers Yoshitaka Shindo hatte erst am Freitag den Schrein besucht, woraufhin China heftig protestierte und den japanischen Botschafter in Peking ins Aussenministerium bestellte.

Für viele Japaner ist ein Spaziergang über die von Kirschbäumen gesäumten Steinwege der Yasukuni-Anlage ein unpolitisches Ritual. Doch Japans Nachbarn sehen in dem Schrein eine Verherrlichung der dunkelsten Kapitel der japanischen Geschichte. Besonders umstritten ist, dass dort zusammen mit Japans 2,5 Millionen Kriegstoten auch 14 verurteilte Kriegsverbrecher geehrt werden.

Besuche von Mitgliedern der Regierung in dem Schrein sorgen immer wieder für Empörung bei den Nachbarn China und Südkorea, die unter japanischer Besatzung zu leiden hatten. Japan hatte während des Zweiten Weltkriegs grosse Teile Koreas und Chinas sowie mehrere Länder Südostasiens besetzt.

Der Krieg ging erst am 15. August 1945 mit der Kapitulation Japans zu Ende, nachdem die USA zwei Atombomben auf die Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hatten. Japan sieht sich seit langem dem Vorwurf ausgesetzt, anders als die Deutschen die militaristische Vergangenheit nie kritisch aufgearbeitet zu haben.

(asu/sda)

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