Markenname «BBX» bereits vergeben
Weiteres Pech für Blackberry-Hersteller RIM
publiziert: Montag, 24. Okt 2011 / 11:25 Uhr
Blackberry - mit dem Aufkommen von Android und neuen iPhones verlor das Smartphone an Beliebtheit.
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Die Pechsträhne des Blackberry-Herstellers Research in Motion (RIM) hält an: Ein US-Unternehmen will ihm den Markennamen des neuen Betriebssystems BBX streitig machen.

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Man halte seit Jahrzehnten die Rechte daran, erklärte der Softwarehersteller Basis International in Saarbrücken. BBX sei der Produktname einer betriebssystemunabhängigen Software-Entwicklungsumgebung aus Programmiersprache, Datenbank und Toolset. Mit RIMs Ankündigung sei Basis' Positionierung als Produzent plattformunabhängiger Software-Entwicklungsumgebungen bedroht.

Applikationen der Firma BBX laufen auch auf dem Blackberry

Nico Spence, Chairman und CEO von Basis, erklärt, «wir haben Tausende von Produkten weltweit unter dem BBX-Label installiert, die unter Windows, Linux, Mac OS X, UNIX und auch auf mobilen Endgeräten mit Apple iOS, Google Android und Windows Mobile laufen. Wir erhalten zahlreiche Anfragen von Kunden, die durch das RIM-Statement verunsichert sind.»

Spence fügt hinzu: «Ironischerweise könnte BBX von Basis RIM helfen, Marktanteile bei Anwendungen für mobile Endgeräte zu gewinnen - denn Applikationen, die mit Basis' BBX für Android und iOS-Geräte geschrieben wurden, laufen auch auf Blackberry-Produkten.»

RIM hat Beschwerde anscheinend noch nicht erhalten

Aufgrund der Namensgleichheit bestehe die Gefahr, dass seine «Positionierung als Produzent plattformunabhängiger Software-Entwicklungsumgebungen bedroht» werde. Viele Kunden seien verunsichert. RIM erklärte, es habe die Beschwerde noch nicht erhalten. Man glaube aber nicht, dass eine Verwechslungsgefahr bestehe, da beide Firmen in verschiedenen Geschäftsfeldern aktiv seien.

RIM ist mit seinen Blackberrys ein wichtiger Spieler im Smartphone-Markt, geriet aber angesichts der grossen Konkurrenz unter Druck. Kürzlich verärgerte das Unternehmen seine Kunden auch noch mit tagelangen technischen Problemen. Die Vorfälle hatten zur Folge, dass Aktionäre offen den Verkauf oder die Fusion des Unternehmens forderten. Nachdem der gröbste Schaden behoben war, hatte sich RIM bei den verärgerten Kunden etwas ungeschickt mit Gratis-Apps entschuldigt.

Das neue Blackberry-Betriebssystem basiert auf einer Software der Firma QNX, erst am Dienstag hatte RIM den neuen Namen bekannt gemacht.

(Alexander Kuch/teltarif.ch)

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