Feuerwehrleute
Weiteres Todesopfer in Italien geborgen
publiziert: Mittwoch, 30. Mai 2012 / 14:45 Uhr
Feuerwehrleute bergen nach Erdbeben in Italien weiteres Todesopfer.
Feuerwehrleute bergen nach Erdbeben in Italien weiteres Todesopfer.

Rom - Einen Tag nach dem schweren Erdbeben in Norditalien haben Feuerwehrleute ein weiteres Todesopfer geborgen. Die Leiche des vermissten Arbeiters wurde am Mittwoch unter den Trümmern einer eingestürzten Fabrik in Medolla in der Provinz Modena entdeckt.

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Er war laut offiziellen Angaben die letzte vermisste Person. Damit stieg die Zahl der Toten des jüngsten Bebens auf 17. Die italienische Zivilschutzbehörde hatte am Dienstagabend mitgeteilt, man gehe von etwa 350 Verletzten und 14'000 Obdachlosen in der Erdbebenregion aus.

Laut Medienberichten wurde eine 65-jährige Frau zwölf Stunden nach dem Beben der Stärke 5,8 aus den Trümmern gerettet. Die Region Emilia-Romagna und Teile Mittelitaliens waren bereits eineinhalb Wochen zuvor von einem Beben der Stärke 6,0 getroffen worden.

Nachbeben schrecken auf

Zahlreiche Nachbeben - je nach Angaben zwischen 40 und 60 - erschütterten in der Nacht auf Mittwoch die Region. Der stärkste Erdstoss hatte eine Magnitude von 3,8, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Viele Anwohner verbrachten die Nacht aus Angst in ihren Autos.

Experten gehen von weiteren Beben aus. «Es wird bestimmt noch zu weiteren Erdstössen kommen», sagte Gianluca Valensise, Mitglied des nationalen Instituts für Geologie und Vulkanologie. «Nach einem Erdbeben im Jahr 1570, das die Stadt Ferrara erschütterte, dauerten die Nachbeben vier Jahre lang.»

Historische Bauten beschädigt

Der Schaden am Kulturerbe der Region ist immens. Die Feuerwehr ist im Einsatz, um das genaue Ausmass der Zerstörung festzustellen. Besonders betroffen sind Kirchen und Schlösser in den Provinzen Modena, Bologna und Ferrara.

In San Felice sul Panaro ist nunmehr der auf vielen Titelblättern abgebildet gewesene Turm ganz eingestürzt, von dem nach dem ersten Beben am 20. Mai nur noch die Hälfte übrig geblieben war. In Mirandola brach ein Teil des Domes ein.

Der Palazzo Ducale in Mantua bekam Risse, und auch in der Stadt Carpi wurde der Dom aus dem 16. Jahrhundert schwer beschädigt. Schäden an historischen Gebäuden wurden auch aus Venedig und aus der Toskana berichtet.

In Rovereto starb ein 65-jähriger Pfarrer unter den Trümmern der Kirche, in der er jahrelang die Messe gelesen hatte. Der Priester hatte mit Feuerwehrleuten Risse in den Kirchwänden kontrolliert, die beim ersten Beben entstanden waren. Als die Erde erneut bebte, wurde er von einer Steinplatte getroffen, die sich von der Decke löste.

(alb/sda)

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