Heftige Gefechte in Syrien vor Besuch des UNO-Sondervermittlers
Weiterhin heftige Kämpfe in Syrien
publiziert: Mittwoch, 12. Sep 2012 / 17:35 Uhr
Lakhdar Brahimi
Lakhdar Brahimi

Damaskus - Kurz vor der ersten Damaskus-Reise des neuen UNO-Sondervermittlers Lakhdar Brahimi sind am Mittwoch die Kämpfe in Syrien weiter gegangen. Die Opposition berichtete von Gefechten in Homs, Hama, Aleppo, Deir As-Saur und Damaskus. Es habe mindestens 60 Tote gegeben.

3 Meldungen im Zusammenhang
Bei einem Bombenangriff auf einen Militärposten in der Provinz Idlib wurden mindestens 18 Soldaten getötet und Dutzende verletzt. In Aleppo war das Viertel Nairab nahe dem internationalen Flughafen besonders betroffen, wie die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte.

Auf einer Strasse zum Flughafen von Aleppo wurden laut der Beobachtungsstelle in der Nacht zum Mittwoch mindestens vier syrische Armenier getötet, die sich auf dem Rückweg aus Armeniens Hauptstadt Eriwan befunden hätten. Bewaffnete hätten mindestens 13 weitere Mitglieder ihrer Reisegruppe verletzt.

Am Dienstag wurden den Angaben zufolge landesweit 138 Menschen getötet, darunter 93 Zivilisten. Seit dem Beginn des Aufstands gegen Assad Mitte März 2011 wurden laut Aktivisten mehr als 26'000 Menschen getötet. Nach UNO-Angaben verliess seither mehr als eine Viertelmillion Flüchtlinge das Land.

Brahimi am Donnerstag erwartet

Der algerische Diplomat Brahimi wird an diesem Donnerstag in Syrien erwartet, wie aus libanesischen Diplomatenkreisen verlautete. Geplant ist auch ein Treffen mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Brahimi, Syrienbeauftragter der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, hatte sein Amt als Nachfolger des ehemaligen UNO-Generalsekretärs Kofi Annan am 1. September angetreten. Seinen Plan zur Beilegung des Kriegs will er erst vorlegen, wenn er mit allen betroffenen Parteien gesprochen hat. Mit einem schnellen Durchbruch rechnet er aber nicht.

Am Mittwoch kam Brahimi mit Vertretern der Arabischen Liga in Kairo zusammen. Auch Gespräche mit der syrischen Opposition waren anberaumt.

(alb/sda)

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