Weko rüffelt Swisscom wegen ADSL-Preispolitik
publiziert: Donnerstag, 13. Nov 2008 / 08:11 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 13. Nov 2008 / 18:11 Uhr

Bern - Die Wettbewerbskommission droht der Swisscom mit einer Riesenbusse wegen ihrer Preispolitik beim Breitbandinternet ADSL: Die Swisscom missbrauche ihre marktbeherrschende Stellung und verlange von den Konkurrenten zu hohe Preise. Die Swisscom bestritt dies.

Das Weko-Sekretariat will, dass die Swisscom sanktioniert wird.
Das Weko-Sekretariat will, dass die Swisscom sanktioniert wird.
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Dem grössten Schweizer Telekomkonzern solle eine Strafe von 237 Mio. Fr. aufgebrummt werden, weil durch die hohen Grosshandelspreise der Swisscom den circa 20 Mitbewerbern zu wenig Marge übrig bleibe, gab das Sekretariat der Wettbewerbskommission (Weko) bekannt. Dadurch würden die Konkurrenten bei ihrem ADSL-Geschäft behindert.

Zudem hätten die hohen Swisscom-Preise zum hohen Preisniveau für Breitbandinternet in der Schweiz beigetragen, befand das Sekretariat der Weko nach Abschluss der mehrjährigen Untersuchung. Konkurrenten der Swisscom hatten Klage bei der Weko eingereicht.

Wie hoch die Verluste durch ADSL seien, wollte Sunrise-Chef Christoph Brand auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA nicht bekannt geben. Denn der Löwenanteil, was ein Sunrise-Kunde für ADSL bezahle, gehe an die Swisscom.

Die Swisscom bestreitet, den Markt überhaupt zu beherrschen: «Die Konkurrenz spielt, da 80 Prozent der Schweizer Haushalte wählen können zwischen Breitbandinternet über Kupferkabel, also ADSL, und Kabel-Internet, das von der Cablecom und rund 200 anderen TV-Kabelnetzbetreibern bezogen werden kann», sagte Swisscom-Sprecher Christian Neuhaus.

Entgültiger Entscheid ausstehend

Rechtskräftig ist die Busse für die Swisscom noch nicht. Der Telekomkonzern wird noch zu den Vorwürfen Stellung nehmen können, bevor die Weko auf Antrag ihres Sekretariats endgültig entscheidet.

Die Entscheidung der Weko wird frühestens im ersten Halbjahr 2009 erwartet. Die Behörde ist in ihrer Entscheidung frei. Allerdings ist es selten, dass die Weko einen Antrag ihres Sekretariats völlig verwirft.

(smw/sda)

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