Welt-Toiletten-Konferenz in Seoul eröffnet
publiziert: Freitag, 23. Nov 2007 / 21:01 Uhr

Seoul - Die World Toilet Association hat sich zu ihrer Inaugurationsfeier in Seoul/Südkorea getroffen. Ziel der Organisation ist es, durch eine «Toiletten-Offensive» Menschenleben zu retten.

Die World Toilet Association fordert auf, die Tabus zu brechen.
Die World Toilet Association fordert auf, die Tabus zu brechen.
Nach Schätzungen der Organisation stehen rund 2,6 Mrd. Menschen keine adäquaten Toilettenanlagen zur Verfügung. Zudem fordert die World Toilet Association die Tabus in diesem Bereich zu brechen.

Bei den Eröffnungsfeierlichkeiten waren unter anderem auch zahlreiche Vertreter internationaler Organisationen sowie Dutzende Regierungsmitglieder anwesend.

Die Errichtung adäquater Toiletten auf der Erde würde nach groben Schätzungen etwa zehn Mrd. Dollar jährlich kosten - das entspricht in etwa einem Prozent aller Ausgaben für militärische Zwecke oder dem Betrag, den Europäer jährlich für Speiseeis ausgeben.

«Jährlich sterben mehr als 1,8 Mio. Menschen aufgrund unzureichender sanitärer Massnahmen. 90 Prozent davon sind Kinder», so Shigeru Omi, WHO-Direktor der Western Pacific Region.

«Mr. Toilet»

Die neu gegründete World Toilet Association will vor allem in armen Ländern helfen, in denen dringend Verbesserungen im sanitären Bereich notwendig sind. Zudem soll auch rasche Hilfe nach Naturkatastrophen gewährleistet werden.

Im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten wurden der koreanische Parlamentarier Sim Jae-duck, der «Mr. Toilet» genannt wird, für seine Verdienste zur Errichtung öffentlicher Bedürfnisanstalten im Rahmen der Fussballweltmeisterschaft 2002 geehrt.

Südkorea ist auf seine «Toilettenkultur» stolz und wird nun einmal jährlich die saubersten Anlagen in einem Contest ermitteln.

Verbesserungen im Bereich der Sanitärhygiene

Die World Toilet Association ist aber nicht die einzige Organisation, die sich Verbesserungen im Bereich der Sanitärhygiene auf die Fahnen geheftet hat. Die World Toilet Organization, die 2001 von Jack Sim aus Singapore ins Leben gerufen wurde, zählt derzeit bereits 44 Mitgliedsstaaten.

Auch Sims Ziel ist es, besonders ärmeren Ländern bei der Sanitärhgygiene zu helfen. Zwei erfolgreiche Projekte waren die Errichtung einer öffentlichen Bedürfnisanstalt im indonesischen Banda Aceh sowie in chinesischen Schulen in der Provinz Shanxi.

(smw/pte)

 
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