Vermögen von Gaddafi-Clan in der Schweiz gesperrt
Weltgemeinschaft: Vorerst keine Intervention in Libyen
publiziert: Donnerstag, 24. Feb 2011 / 19:22 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Apr 2011 / 13:48 Uhr
Strassenszene in Libyen.
Strassenszene in Libyen.

Nach der Nato und den USA hat nun auch die UNO vorerst ein Eingreifen in Libyen abgelehnt. «Es müssen Regeln des internationalen Rechts beachtet werden», so der ungarische Verteidigungsminister Csaba Hende. «Libyen ist ein souveräner Staat.» Unterdessen sind libysche Flüchtlinge an den Grenzen auf sich selbst gestellt: Es gibt keine Notunterkünfte und keine Betreuung. Die Schweiz hat derweil die schweizer Vermögenswerte von Gaddafi gesperrt.

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Der Bundesrat sperrt allfällige Vermögen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi und seines Umfeldes mit sofortiger Wirkung, wie das Aussenministerium EDA am Donnerstag mitteilte. Damit wolle der Bundesrat jegliches Risiko einer Veruntreuung von staatlichem libyschem Eigentum vermeiden.

Die UNO berät derweil über den Ausschluss von Libyen aus dem UNO-Menschenrechtsrat. Ein Ausschluss würde einen militärischen Eingriff auf rechtlicher Ebene vereinfachen. Die EU plant danach eine Untersuchung betreffend möglichen «Verbrechen gegen die Menschlichkeit» des libyschen Regimes.

Gaddafi-Schergen töten Verletzte und Betende

Nach neuesten Berichten des Internationalen Verbands der Menschenrechtsligen stürmten am Donnerstag Söldner von Gaddafi mehrere Krankenhäuser in Tripolis, in denen Verletzte der Strassenkämpfe lagen. Sie töteten die bereits Angeschlagenen und bedrohten die Ärzte. Die Leichen hätten sie danach mitgenommen.

In Sawija begaben sich die Regime-Anhänger während des Gebetes in eine Moschee. Wie der «Spiegel» berichtet, hätten die Anhänger nach der Drohung «Entweder ihr geht, oder ihr erlebt ein Massaker» unter den Gläubigen ein Blutbad angerichtet. Mindestens zehn Menschen seien dabei gestorben und über 150 verletzt worden.

Keine Hilfe für Flüchtlinge an ägyptischer Grenze

Wie Al-Jazeera Reporter Jamal Elshayyal berichtet, hält der Strom an libyschen und ägyptischen Flüchtlingen an der ägyptischen Grenze an. Tausende von Menschen würden mit kargem Gepäck in der Kälte stehen. «Es gibt keine Vereinigten Nationen, keine Zuflucht für all die Menschen, die vor der Gewalt in Libyen fliehen möchten», sagte Elshayyal.

(dyn/news.ch mit Agenturen)

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Kuhweid
Hätte es in Kuwait kein Öl gegeben, würden heute alle Kuwaiti verwesen und dieses Volk wäre nur noch eine Erinnerung.

Libyen sollte dereinst als Mahnmal für alle Zeiten stehen.
Es kann nicht mehr angehen dass mit solchen Despoten Geschäfte gemacht werden, egal wie viele Rohstoffe sich in einem Despotenland befinden.

Wenn ich heute im 10vor10 gesehen habe dass gerade mal 198 Elektroautos verkauft wurden auf über 200'000 Autos in der Schweiz letztes Jahr kommt mir das grosse Kotzen.
Entweder die Autoindustrie blockt oder wenn nicht, dann die verblödeten Regierungen die solche Autos nicht subventionieren wollen, wo sonst jeder Bockmist subventioniert wird.

Solange wir uns selber vom Öl abhängig machen werden Monster wie Gaddafi immer ihr Unwesen treiben können.
FEIGLINGE
Gaddafi-Schergen töten Verletzte und Betende.... Und die internationale Staatengemeinschaft versteckt sich hinter ....Es müssen Regeln des internationalen Rechts beachtet werden, ....Libyen ist ein souveräner Staat..... Diese Feigheit und wirtschaftlichen Interessen sind zum Davonlaufen. Da gibts nur eines, diesen Mörder mit seinen Söldnern ausräuchern und aushungern. Punkt.
Wie vermutet...
Oel ist wichtiger als Menschenleben. Pfui UNO!
.
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