Weltkunst von Männern für Männer
publiziert: Donnerstag, 28. Nov 2002 / 17:25 Uhr

Zürich - Wie Männer der vormodernen Zeit Liebeslust und Liebesleid erlebt und für Männer künstlerisch dargestellt haben, zeigt die Ausstellung Liebeskunst im Museum Rietberg in Zürich.

Die Objekte wurden von überall auf der Welt gesammelt und in hellen Vitrinen plaziert.
Die Objekte wurden von überall auf der Welt gesammelt und in hellen Vitrinen plaziert.
Voyeure werden enttäuscht sein: Zwar sind auf Vasen und Schalen, in Bildern und Grafiken eregierte Penisse, üppige Brüste oder sexuelle Praktiken grosszügig und in allen Variationen dargestellt. Und doch fällt eine allzu lustbetonte Einfühlung schwer, weil die kulturelle, die zeitliche und geografische Distanz ausgeprägt ist.

Vor den Medien empfahl Direktor Albert Lutz denn auch, sich von der eigenen Perspektive zu lösen. Denn: Wenn wir einen Blick auf die Liebe und Sexualität in den verschiedenen Kulturen werfen, dann ist es unabdingbar, sich mit den in den jeweiligen Gesellschaften herrschenden Vorstellungen von Liebe und Moral zu beschäftigen.

Wer sich den über 230 Objekten also unvoreingenommen nähert, wird begeistert sein, mit welcher Fülle an Phantasie und wie lustvoll Männer unterschiedlicher Kulturen dem schönsten Geschäft Gestalt verliehen. Lutz ist sich bewusst, dass der weibliche Blick in der Ausstellung kaum zum Zug kommt. Mit einer Reihe von Begleitveranstaltungen möchte das Museum dieses Manko kompensieren.

Zustande gekommen ist die Ausstellung mit Hilfe museumseigener Bestände und vor allem dank zahlreicher hochkarätiger Leihgaben aus aller Welt. Die grossteils in hell beleuchteten Vitrinen platzierten Objekte entstammen der Antike oder wurden in Persien, Indien, Tibet, China, Japan, Afrika und Altamerika hergestellt. Viele Kunstwerke beziehen sich ausserdem auf literarische Vorlagen.

Beginnend bei der Antike, ist die Ausstellung in 32 Themen gegliedert. Sie heissen Lust und Liebe im Alten Rom, Der Phallus als Ritualobjekt (Griechenland), Mythische Paare (Afrika), In der Maske verschlossene Erotik (Japan), Tantra - Verschmelzung mit der Gottheit (Indien und Tibet) oder Variantenreiche Liebesspiele und erotische Verstrickungen (China).

(bsk/sda)

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