Weltpremiere der «Satanischen Verse»
publiziert: Sonntag, 30. Mrz 2008 / 19:55 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 30. Mrz 2008 / 22:34 Uhr

Potsdam - 20 Jahre nach ihrem Erscheinen sind die umstrittenen «Satanischen Verse» von Salman Rushdie in Potsdam als Theaterstück auf die Bühne gekommen. Die Weltpremiere blieb ohne Zwischenfälle.

Hinweise auf Protestaktionen oder Gefährdungen gibt es keine.
Hinweise auf Protestaktionen oder Gefährdungen gibt es keine.
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Nach vier Stunden spendete das Publikum im ausverkauften Hans Otto Thater dem Ensemble und dem Intendanten Uwe Eric Laufenberg freundlichen Beifall. Einige Bravos gab es für die beiden Hauptdarsteller Robert Gallinowski und Tobias Rott.

Die Polizei hatte vor der Vorstellung in Potsdam nach eigenen Angaben keine Hinweise auf Protestaktionen oder Gefährdungen. Dennoch war sie mit verstärkten Kräften im Einsatz. Rushdie selbst war eingeladen, blieb der Premiere aber wie erwartet fern.

Vor der Potsdamer Aufführung hatten die Muslime sich dagegen vorwiegend zurückhaltend geäussert. Der «Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland» hatte die Bühnenfassung als Provokation abgelehnt. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland riet zur Gelassenheit.

«Verteufelung ohne Kenntnis»

Regisseur Laufenberg sagte, er wolle mit der Inszenierung auf die Aktualität und Brisanz des Romans aufmerksam machen. Viele Menschen hätten das Buch verteufelt, ohne es zu kennen.

Als Rechtfertigung für die mögliche Provokation berief er sich auf ein Zitat aus dem Buch: «Die Aufgabe des Künstlers ist, dass Unnennbare zu benennen, Betrug aufzudecken, Stellung zu beziehen, Auseinandersetzungen in Gang zu bringen, die Welt zu gestalten und sie am Einschlafen zu hindern.»

(ht/sda)

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