Urlaub im Schwebezustand
Weltraumtourist Tito geniesst seinen Aufenthalt auf der ISS
publiziert: Dienstag, 1. Mai 2001 / 17:29 Uhr

Moskau - Der erste Weltraumtourist Dennis Tito geniesst seinen Urlaub im Schwebezustand. «Das Leben im All ist wie das Leben in einer anderen Welt», sagte der 60-Jährige am Dienstag, dem zweiten Tag seines einwöchigen Besuchs auf der Internationalen Raumstation ISS.

Trotz eines Anflugs von Weltraumkrankheit wirkte der US- Multimillionär weiter euphorisch. Sichtlich glücklich und bewegt war er am Montag zusammen mit den beiden russischen Kosmonauten Talgat Musabajew und Juri Baturin an Bord der ISS geschwebt.

Die Erlebnisse im All gingen «weit über das hinaus, was ich mir jemals erträumt habe», schwärmte Tito in einem Interview mit mehreren russischen und amerikanischen Fernsehsendern.

«Es war so unglaublich, als wir ins All kamen», berichtete Tito. Er fühle sich sehr «privilegiert», die Erde aus dem All betrachten zu können. Er habe sich anfangs sehr gut gefühlt, sich aber ein wenig zu viel zugetraut, Saft getrunken und ein paar getrocknete Früchte gekaut, die ihm offenbar nicht bekamen.

Tito machte Bekanntschaft mit der so genannten Weltraumkrankheit, die beim Übergang in den schwerelosen Zustand auftreten kann. Sie äussert sich wie Seekrankheit mit Schwindel, Übelkeit und Erbrechen.

Spektakuläre Anblick

Am Anblick des Erdballs von oben kann sich der 60-Jährige gar nicht satt sehen. «Es ist so spektakulär», sagte er. Das russische Fernsehen berichtete, Tito habe mit seiner sündhaft teuren Kamera- Ausrüstung Bilder von Israel und Ägypten geschossen.

Von der Besatzung der ISS wurde der Gast am Montag herzlich begrüsst. 20 Millionen Dollar bezahlte Tito dafür, sich seinen Lebenstraum zu erfüllen. Die US-Raumfahrtbehörde NASA hatte sich bis zuletzt gegen Titos Reise ins All gesperrt und befürchtete, der ehemalige NASA-Raketeningenieur sei nicht fit genug für das Leben im All.

Tito muss sich während seines Aufenthaltes auf der Raumstation aus allen Arbeiten an Bord heraushalten. Der erste Laie im Raumanzug musste sich schriftlich verpflichten, bei eventuellen Zwischenfällen nicht gegen die ISS-Betreiber zu klagen. Sollte er an der Raumstation Schäden anrichten, muss er dafür aufkommen.

Am Sonntag kehren Tito und die beiden russischen Raumfahrer auf die Erde zurück.

(kil/sda)

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