Weltsozialforum mit Kampfansage eröffnet
publiziert: Freitag, 16. Jan 2004 / 22:16 Uhr

Bombay - Mit einer Kampfansage an die US-Regierung und Aufrufen gegen Krieg und Unterdrückung hat in der indischen Finanzmetropole Bombay das vierte Weltsozialforum begonnen. Die rund 100 000 Teilnehmer wollen eine gerechtere Weltordnung.

US-Präsident George W. Bush war einmal mehr Zielscheibe diverser Angriffe.
US-Präsident George W. Bush war einmal mehr Zielscheibe diverser Angriffe.
Unter dem Applaus der Globalisierungskritiker sagte die preisgekrönte indische Schriftstellerin Arundhati Roy, es reiche nicht mehr aus, beim Weltsozialforum über eine bessere Welt zu reden.

Angesichts des Strebens der US-Regierung um weltweite Vorherrschaft müsse das Weltsozialforum erwägen, sich im Krieg zu befinden. Wenn wir gegen Imperialismus und Neoliberalismus sind, dann müssen wir den Widerstand in Irak nicht nur unterstützen, dann müssen wir zum Widerstand in Irak werden.

US-Regierung kritisiert

Am Schluss des sechstägigen Treffens sollten zwei US-Konzerne als Ziele einer Kampagne bestimmt werden. Wir veröffentlichen eine Liste aller ihrer Büros auf der ganzen Welt. Wir veröffentlichen eine Liste eines jeden Projekts auf der ganzen Welt, das sie betreiben, und wir machen sie dicht, sagte Roy.

Zu Beginn des Treffens kritisierte auch die iranische Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi die US-Regierung. Afghanistan und der Irak sind gegen internationales Recht besetzt, sagte die Anwältin. Ebadi warf der russischen Armee vor, in Tschetschenien täglich Kriegsverbrechen zu begehen.

Gegenpol zum WEF

Unter dem Motto Eine andere Welt ist möglich wollen die Globalisierungskritiker aus 150 Ländern auf rund 1200 Veranstaltungen Strategien unter anderem gegen globale Armut, Unterdrückung, Fundamentalismus, Krieg und ungerechten Welthandel diskutieren.

Das Weltsozialforum versteht sich als Gegenpol zum Weltwirtschaftsforum in Davos, bei dem sich jedes Jahr Wirtschaftsführer und Politiker treffen. Die ersten drei Weltsozialforen fanden im brasilianischen Porto Alegre statt.

(rp/sda)

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