Weltweit 81 Journalisten getötet
publiziert: Sonntag, 31. Dez 2006 / 16:34 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 31. Dez 2006 / 16:54 Uhr

Paris - Das Jahr 2006 war eines der folgenschwersten für Journalisten - in insgesamt 21 Ländern wurden 81 Medienvertreter in Ausübung ihres Berufes getötet.

Die Zahl der getöteten Journalisten sei so hoch wie seit dem Jahr 1994 nicht mehr.
Die Zahl der getöteten Journalisten sei so hoch wie seit dem Jahr 1994 nicht mehr.
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Nach einer Bilanz der in Paris ansässigen Hilfsorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) war die Zahl der getöteten Journalisten so hoch wie seit dem Jahr 1994 (103) nicht mehr und lag deutlich über den 63 Toten des Vorjahres.

Zudem seien 56 Journalisten entführt worden, überwiegend im Irak und im Gazastreifen, teilte RSF mit.

Insgesamt kamen auch 32 Mitarbeiter von Medien - Fahrer, Übersetzer und Techniker - ums Leben. Deren Zahl lag erheblich über den fünf Toten im Jahr 2005.

Gefährlicher Irak

Im vierten Jahr hintereinander war der Irak das gefährlichste Land für die Medien. Dort kamen insgesamt 64 Journalisten und Mitarbeiter um, gefolgt von Mexiko (9) und den Philippinen (6).

Die Zahl der inhaftierten und angegriffenen oder bedrohten Journalisten erreichte mit mehr als 2000 einen Höchststand. Als Erklärung führte die Organisation die zahlreichen Wahlkämpfe im vergangenen Jahr an.

Die Zensur sei dagegen 2006 zurückgegangen. Es wurden nur 912 Fälle gezählt gegenüber 1006 im Jahr zuvor. Die meisten Eingriffe in die Pressefreiheit gab es in Thailand nach dem Militärputsch im September.

(bert/sda)

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