Weltweite Proteste gegen Irak-Krieg
publiziert: Samstag, 19. Mrz 2005 / 17:32 Uhr

London - Zum zweiten Jahrestag des US-Einmarsches im Irak haben weltweit zehntausende Menschen gegen den Krieg demonstriert. Allein in London sollten nach Angaben der Organisatoren bis zu 100 000 Menschen teilnehmen.

In zahlreichen Städten protestierten die Kriegsgegner.
In zahlreichen Städten protestierten die Kriegsgegner.
Zehntausende Menschen versammelten sich zunächst im Hyde Park. Viele hielten Plakate in die Höhe, auf denen sie den Kampf gegen den Terrorismus verurteilten, Bush als Terroristen Nr. 1 bezeichneten oder Premierminister Tony Blair mit einer Niederlage bei der voraussichtlich Anfang Mai stattfindenden Parlamentswahl drohten. Die Londoner Polizei sprach am Nachmittag von rund 45 000 Demonstranten.

Auch in Griechenland wurde protestiert, allerdings nicht so zahlreich. Zu den Protesten in Athen hatten mehrere Arbeitnehmer- und Beamtenorganisationen aufgerufen. Die Behörden sprachen von lediglich 2000 Teilnehmern.

Griechenland, Türkei, Polen, ...

Auch im nordgriechischen Thessaloniki versammelten sich hunderte Menschen zu Protesten vor den Konsulaten der USA und Grossbritanniens. Bereits am Freitagabend hatten in Athen rund 2000 Menschen friedlich demonstriert.

In der türkischen Hauptstadt Ankara, in Istanbul und Adana versammelten sich die Demonstranten vor Vertretungen der US-Regierung und protestierten gegen die Besatzung des Irak, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

Blockierte Rekrutierungsbüros

Ein starkes Polizeiaufgebot begleitete die Kundgebungen. Auch in der polnischen Hauptstadt Warschau kamen mehr als 500 Menschen aus Protest gegen den US-geführten Waffengang zusammen.

In den USA waren statt einer grossen Kundgebung mehrere kleine Aktionen in verschiedenen Bundesstaaten geplant. In New York kündigte die War Resisters League (Liga der Kriegsgegner) an, die Eingänge von drei Rekrutierungsbüros der US-Armee zu blockieren.

(mo/sda)

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