Kreditkarten-Betrügereien sind rückläufig
Weniger Betrug mit Kreditkarten
publiziert: Mittwoch, 25. Jul 2012 / 16:25 Uhr
Der Anteil der Betrügereien, bei denen die Täter Internet oder Telefon zur Datenübermittlung nutzten, nahm zwischen 2007 und 2010 zu.
Der Anteil der Betrügereien, bei denen die Täter Internet oder Telefon zur Datenübermittlung nutzten, nahm zwischen 2007 und 2010 zu.

Frankfurt - Rund jede hundertste Kredit- oder Debitkarte wird in Europa zum Tatwerkzeug bei Betrügereien: Laut einem Bericht der Europäischen Zentralbank (EZB) wurden in den Jahren 2007 bis 2010 1,2 Prozent aller ausgegebenen Karten betrügerisch genutzt.

5 Meldungen im Zusammenhang
Die Datendiebe richteten dabei im Jahr 2010 im europäischen Zahlungsraum SEPA, dem auch die Schweiz angehört, einen Gesamtschaden von 1,26 Mrd. Euro an. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 12,1 Prozent, wie die EZB am Mittwoch in Frankfurt mitteilte.

Im untersuchten Vierjahreszeitraum 2007 bis 2010 erhöhte sich der Gesamtschaden durch Kartenbetrug leicht um 0,7 Prozent. Dabei erreichte der Betrug mit Karten oder Kontodaten in den Krisenjahren 2008 und 2009 einen Höhepunkt und hinterliess jeweils einen Schaden von gut 1,4 Mrd. Euro.

Die EZB betonte, dass die Schadenssumme in den vier Jahren geringer gewachsen sei als die Summe aller Transaktionen mit Karten: 2007 gingen noch 0,45 Promille des gesamten Transaktionswertes auf Betrug zurück, im Jahr 2010 waren es 0,40 Promille.

Deutlich weniger Betrug an Geldautomaten

Rund die Hälfte des erfassten Milliardenschadens entfiel im Jahr 2010 laut dem Bericht auf Betrügereien, bei denen per Mail, Telefon oder via Internet mit Daten der Karte gezahlt wurde. Ein Drittel der Schäden entstand bei Kartenzahlung an Terminals und nur ein Sechstel an Geldautomaten.

Der Anteil der Betrügereien, bei denen die Täter Internet oder Telefon zur Datenübermittlung nutzten, nahm zwischen 2007 und 2010 zu. Der Anteil dieser Delikte am Gesamtschaden stieg in dem Vierjahreszeitraum von 47 auf 52 Prozent.

Betrügereien an Geldautomaten trugen dagegen 2007 mit 20 Prozent und 2010 nur noch mit 16 Prozent zum Gesamtschaden bei. Der Anteil der Betrügereien an Zahlterminals am Schaden verringerte sich zeitgleich um einen Punkt auf 32 Prozent.

Sicherheit der Karten gestiegen

Die Verbesserung der Sicherheit von Karten und Infrastruktur seien der Grund für den gesunkenen Anteil der Delikte an Geldautomaten und Zahlterminals, erklärte die EZB. Die wichtigste Verbesserung sei der Ersatz von Karten mit Magnetstreifen durch Chipkarten. Die EZB mahnte dennoch weitere Anstrengungen an, insbesondere was die Sicherheit von Transaktionen im Internet angehe.

Für ihren Bericht untersuchte die EZB den Kartenmissbrauch im europäischen Zahlungsverkehrsraum SEPA (Single Euro Payments Area), zu dem neben den EU-Staaten auch die Schweiz, Island, Liechtenstein, Monaco und Norwegen gehören.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Enschede/Leuven - Chipkarten sind ... mehr lesen
Chipkarten sind bei weitem nicht so sicher vor Hackern, wie sie sein könnten.
Wien - Die Sicherheitsspezialisten ... mehr lesen
Die Betrüger testen die Kreditkarte, indem sie eine unauffällige Spende machen.
Zürich - In der Schweiz bezahlen ... mehr lesen
Kreditkarten würden zunehmend an Bedeutung gewinnen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, einen seit dem 22. April vermissten Mann aus Eglisau getötet zu haben. mehr lesen 
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen ... mehr lesen  
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Der 22-jährige befindet sich seit Samstag auf der Flucht. (Symbolbild)
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ist, hätte in einer Einrichtung mit höherer Sicherheitsstufe ... mehr lesen  
Weitere Verdächtige werden gesucht  Rio de Janeiro - Bei ihren Ermittlungen zur Gruppenvergewaltigung einer 16-Jährigen hat die ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 10°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Basel 12°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 10°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 10°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 11°C 25°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Genf 11°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten