Weniger Geld wegen Änderung der Mehrwertsteuer-Abrechnung
publiziert: Dienstag, 8. Jun 2004 / 14:38 Uhr

Bern - Änderungen bei der Abrechnungsmethode der Mehrwertsteuer führen zu einem Einnahmeausfall des Bundes von jährlich 50 Millionen Franken. Ab 1. Juli gelten für einige Tätigkeiten neue Steuersätze, die in der Regel tiefer sind als bisher.

Der Bundeskasse fliessen jährlich 50 Mio. Franken weniger zu.
Der Bundeskasse fliessen jährlich 50 Mio. Franken weniger zu.
Die Eidg. Steuerverwaltung (ESTV) habe die Saldo- und Pauschalsteuersätze aller Branchen und Tätigkeiten neu berechnet, teilt das Amt mit. Dabei habe sich gezeigt, dass für diverse Tätigkeiten ein neuer Saldosteuersatz gerechtfertigt sei.

Heute profitieren rund 100 000 von 300 000 Steuerpflichtigen vom Saldosteuersatz, wodurch die administrativen Arbeiten bei der Buchhaltung und Steuerabrechnung wesentlich vereinfacht werden. Bei den meisten Steuerpflichtigen ändere sich aber nichts, sagte Charles Vonlanthen von der Eidg. Steuerverwaltung (ESTV).

Doch alle Steuerpflichtigen, die eine Tätigkeit mit neuem Steuersatz ausüben, können auf 1. Juli ihre Abrechnungsmethode ändern. Für Zimmerleute sinkt der entsprechende Satz von 4,6 auf 3,5 Prozent. Hingegen müssen Webpage-Gestalter neu 6 anstelle von 5,2 Prozent ihres Gesamtumsatzes versteuern.

Grundsätzlich können Steuerpflichtige nach der Saldosteuersatzmethode abrechnen, wenn sie jährlich nicht mehr als 3 Millionen Franken Umsatz erzielen und höchstens 60 000 Franken Steuern zu bezahlen haben. Mit dem Saldosteuersatz sind alle Vorsteuern im Sinne einer Pauschale abgegolten.

(rp/sda)

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