Weniger Sozialhilfeempfänger in Genf
publiziert: Dienstag, 16. Okt 2007 / 14:50 Uhr

Genf - Erstmals seit 1991 geht im Kanton Genf die Zahl der Sozialhilfeempfänger zurück. Nachdem sich die Zahl im 2006 stabilisiert hatte, sank sie seit Ende 2006 um 2,7 Prozent auf 15'073 Ende September 2007.

Bedürftige könnten besser begleitet und betreut werden. (Archivbild)
Bedürftige könnten besser begleitet und betreut werden. (Archivbild)
Wie das für die Sozialhilfe zuständige Hospice général weiter mitteilte, war vorher die Zahl während 17 Jahren stetig angestiegen; besonders stark in den Jahren 2004 und 2005 mit Zuwachsraten von 15 respektive 11 Prozent.

Für die Trendwende sind gemäss Angaben des Hospice général neben der guten Konjunktur vor allem neue Wiedereingliederungsmassnahmen verantwortlich. Dank dem individualisierten Sozialhilfe-Vertrag könnten die Bedürftigen besser begleitet und betreut werden.

Gleichzeitig sei der Trend aber sicher auch durch verstärkte Kontrolle beeinflusst worden.

Heute werden Betrüger systematisch verklagt. Das wirke abschreckend, hiess es. Wie Genf verzeichneten in jüngster Zeit auch andere Kantone mit Grossagglomerationen rückläufige Zahlen bei der Sozialhilfe. So etwa Basel, Bern und Waadt.

(rr/sda)

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