Weniger Tote nach Dacheinsturz
publiziert: Montag, 30. Jan 2006 / 17:39 Uhr

Warschau/Kattowitz - Nach dem Einsturz einer schneebedeckten Messehalle in Chorzow hat die polnische Regierung die Zahl der Toten nach unten korrigiert.

Der polnische Justizminister Zbigniew Ziobro gab bekannt, dass es weniger Tote als am Anfang gemeldet gegeben habe.
Der polnische Justizminister Zbigniew Ziobro gab bekannt, dass es weniger Tote als am Anfang gemeldet gegeben habe.
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Laut neusten Erkenntnissen seien bei der Katastrophe 62 Menschen ums Leben gekommen, sagte der polnische Justizminister Zbigniew Ziobro.

Zuvor waren die Behörden von 67 Toten ausgegangen. Polizeisprecher Andrzej Gaska sagte, die sterblichen Überreste der Opfer seien zunächst in verschiedene Leichenhallen gebracht worden. Dies habe Verwirrung über die Zahl der Toten ausgelöst. 15 Menschen werden nach wie vor vermisst.

Von den insgesamt 141 Verletzten wurden noch rund 70 in Spitälern behandelt. Das Dach der Halle war am Samstag während einer Brieftaubenmesse eingestürzt und hatte hunderte Menschen unter sich begraben. Mehr als 1000 Einsatzkräfte versuchten die Verschütteten zu bergen.

Todesfalle wegen versperrter Notausgängen?>/b>

Versperrte Notausgänge haben die eingestürzte Messehalle in Chorzow möglicherweise zur Todesfalle werden lassen. Mehrere Türen wiesen Spuren auf, die darauf hindeuten, dass sie von Innen aufgebrochen werden mussten.

Zeugen hätten zudem berichtet, dass die Notausgänge von den eingeschlossenen Menschen nach dem Dacheinsturz mit Bänken und Feuerlöschern aufgestossen wurden. Dies erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft im polnischen Kattowitz (Katowice).

Weitere Ermittlungen sollten nun klären, ob die versperrten Türen Einfluss auf das Ausmass der Tragödie gehabt hätten, sagte der Sprecher.

Mehr Schnee auf dem Dach als zugelassen

Transportminister Jerzy Polaczek hatte gesagt, auf dem Dach habe nach ersten Ermittlungen mehr Schnee gelegen, als die Sicherheitsnormen zulassen. Die Betreiberfirma bestreitet dies.

Der polnische Präsident Lech Kaczynski sprach von der «schwersten Katastrophe im demokratischen Polen» seit dem Ende des Kommunismus 1989. Ein Unglück ähnlichen Ausmasses hatte sich 1987 ereignet, als eine Maschine der polnischen Gesellschaft LOT bei Warschau abstürzte. 183 Menschen starben.

(smw/sda)

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