Weniger Trauben, aber ein erfreulicher Jahrgang 2002
publiziert: Donnerstag, 19. Dez 2002 / 11:38 Uhr

Bern - Die Schweizer Traubenernte ist dieses Jahr um fünf Prozent geringer ausgefallen als 2001. Dafür verspricht sie nach Ansicht der Experten einen guten bis sehr guten und harmonischen Weinjahrgang.

Mit 111,0 Millionen Litern Traubenmost liegt die Ernte 2002 um 9,4 Millionen unter dem zehnjährigen Mittel. Geerntet wurden 54,3 Millionen Liter roter und 56,7 Millionen weisser Traubenmost, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) mitteilte.

Der Produktionsrückgang um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr ist laut BLW auf strengere Ertragsbeschränkungen in einigen Kantonen und auf eine Abnahme der Rebfläche zurückzuführen. Die Westschweiz steuerte 82,5 Prozent an die Ernte bei, die Deutschschweiz 13,3 Prozent und das Tessin 4,2 Prozent.

Dank den klimatischen Bedingungen Ende der Saison und einer aussergewöhnlich günstigen Wetterlage im Reifemonat September war die Traubenernte von guter Qualität. Die ersten Verkostungen der neuen Weine lassen auf einen guten bis sehr guten und harmonischen Jahrgang 2002 schliessen, schreibt das BLW.

Von den 56,7 Millionen Litern weissem Traubenmost kommen 3,5 Millionen Liter als alkoholfreie oder schwach alkoholische Getränke auf den Markt, wobei ausschliesslich Trauben der Sorten Chasselas und Müller-Thurgau verwendet werden. Der Bund unterstützt diese Traubenverwertung mit finanziellen Beiträgen.

Die Rebfläche der Schweiz beträgt zurzeit 15 010 Hektaren. Die Fläche mit roten Traubensorten sind um 13 auf 8046 Hektaren angewachsen, jene mit weissen Traubensorten um 76 auf 6964 Hektaren zurückgegangen.

(bert/sda)

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