Weniger beschlagnahmte Produktefälschungen
publiziert: Freitag, 10. Nov 2006 / 16:18 Uhr / aktualisiert: Freitag, 10. Nov 2006 / 18:03 Uhr

Brüssel - Die Zahl der beschlagnahmten Produktefälschungen in der EU hat 2005 abgenommen, allerdings wurden mehr gefährliche Güter gefunden.

Besonders häufig wurden gefälschte Kleidungsstücke beschlagnahmt.
Besonders häufig wurden gefälschte Kleidungsstücke beschlagnahmt.
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Bei weitem die meisten Waren stammten aus China (64 %) - gefolgt vom Transitland Schweiz (5 %). Die Betrugswege änderten sich ständig, warnte László Kovács, EU-Kommissar für Steuern und Zoll, bei der Präsentation der EU-Zollstatistik vor den Medien in Brüssel. Es würden zudem immer mehr gefährliche Güter wie gefälschte Medikamente und Alkohol gefunden.

Besonders häufig wurden neben Zigaretten (32,6 Mio. Stück) gefälschte Kleidungsstücke (rund 11 Millionen, eine Zunahme von 40 %) beschlagnahmt. Einen deutlichen Rückgang gab es bei den gefälschten CD und DVD (9,7 Millionen), was gemäss Kovács unter anderem auf das zunehmende Herunterladen vom Internet zurückzuführen ist.

Die meisten gefälschten Produkte stammten aus Südostasien. Die EU-Kommission hatte von China immer wieder mehr Engagement gegen Produktepiraterie gefordert.

Schweiz zweithäufigstes Herkunftsland

Obgleich die Statistik die Schweiz als zweithäufigstes Herkunftsland ausweist, wurde die gute Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden betont.

Bei den Waren aus der Schweiz handle es sich um Transitgüter, erklärte ein Kommissionsexperte, aber auch um Produkte «made in Switzerland».

Im Rahmen der Bilateralen II schlossen die Schweiz und die EU auch ein Abkommen zur Betrugsbekämpfung ab, um internationalen Schmuggel und Zollbetrug zu bekämpfen. Da das Abkommen von jedem EU-Staat ratifiziert werden muss, ist es aber noch nicht in Kraft.

(smw/sda)

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