Wer schiesst gegen Kroatien die Schweizer Treffer?
publiziert: Freitag, 11. Jun 2004 / 08:25 Uhr / aktualisiert: Freitag, 11. Jun 2004 / 09:38 Uhr

Den Schweizer Stürmern sind die Tore ausgegangen. Erst zweimal haben Alex Frei, Hakan Yakin und Stéphane Chapuisat in diesem Jahr ins Netz getroffen. In der gesamten EM-Qualifikation war das Trio in acht Spielen noch neunmal erfolgreich gewesen.

Alex Frei: Seit 306 Minuten ohne Tor.
Alex Frei: Seit 306 Minuten ohne Tor.
Wer nur soll am Sonntag gegen Kroatien jene Treffer schiessen, die der Schweizer Nationalmannschaft den Weg in die Viertelfinals ebnen könnten? Gegen Liechtenstein (1:0) und Deutschland (0:2) waren die Schweizer Angreifer ohne Erfolgserlebnis geblieben. Der offensive Mittelfeldspieler Daniel Gygax musste ihnen unter die Arme greifen und erzielte das Siegestor gegen die Liechtensteiner nach 89 torlosen Minuten.

Frei 306 Minuten erfolglos

Hakan Yakin war am 28. April als letzter nomineller Stürmer erfolgreich gewesen, als er gegen Slowenien in der 85. Minute das 2:1-Siegestor erzielte. Er wartet erst seit 182 Minuten auf ein erneutes Erfolgserlebnis. Etwas länger zurück liegt dieses Ereignis für Alex Frei: Am 18. Februar traf er in Marokko in der 91. Minute zum 1:2-Ehrentreffer.

Seither sind 306 Minuten ohne Freis Torschreie vergangen. Ein ungewohntes Erlebnis für einen, der am ehesten befähigt scheint, dereinst neuer Schweizer Rekordschütze zu werden. In 27 Länderspielen hat der Söldner von Rennes bereits 15-mal getroffen und in Frankreich avancierte er diesen Frühling mit 20 Treffern zum zweitbesten Torschützen.

Chapuisat seit 1150 Minuten ohne Tor

Waren Frei und Yakin in diesem Jahr wenigstens je einmal erfolgreich, so wartet Stürmerkollege Chapuisat bereits seit über 21 Monaten auf ein Länderspieltor. Zuletzt gelang ihm ein Treffer im ersten EM-Qualifikationsspiel gegen Georgien zum 4:1. Das war am 8. September 2002 und seither hat der Schweizer Torschützenkönig 1150 Länderspielminuten ohne einen weiteren Treffer durchstehen müssen. Eine Ewigkeit für einen Angreifer, dem das Toreschiessen ins Pflichtenheft geschrieben wurde. In Deutschland ist Chapuisat noch immer zweitbester ausländischer Topskorer und in der Schweiz sammelte er seit seiner Rückkehr aus Dortmund zwei Torjägerkronen.

Die Torflaute hat sich dem Schweizer Nationalteam schleichend angenähert. Fielen in den acht Länderspielen des Jahres 2002 noch 15 Treffer (1,875 Tore pro Spiel), so sank das Total im letzten Jahr in ebenso vielen Spielen auf 14 Einheiten (1,75 pro Partie). Heuer konnte in fünf Spielen nur noch viermal gejubelt werden (0,8 Tore im Schnitt). In Marokko erst in der 91. Minute, in Griechenland überhaupt nicht, gegen Slowenien erst in der letzten halben Stunde zweimal, gegen Deutschland wiederum nie und auch gegen Liechtenstein erst in der 90. Minute.

Selbstzweifel kamen auf

Vor allem in den beiden letzten Länderspielen akzentuierten sich die Schweizer Ladehemmungen. Frei, Yakin und Chapuisat scheiterten wiederholt in besten Positionen an Oliver Kahn und Peter Jehle. Verzweifelt rauften sie sich vor allem gegen Liechtenstein nach verpassten Möglichkeiten die Haare. In dieser Partie war geplant gewesen, das Selbstvertrauen mit möglichst vielen Treffern aufzupolieren. Das Gegenteil ist eingetroffen. Seither zweifeln die Schweizer Stürmer selbst im Training an ihren Fähigkeiten. Frei dazu: "Ich hätte mir in den letzten Einsätzen schon gewünscht, etwas häufiger zu treffen. Das wird schliesslich von mir erwartet."

Coach Köbi Kuhn tritt dem Problem in den täglichen Übungseinheiten mit viel Torschuss- und Flankentrainings entgegen. Zudem nahm er sich die Angreifer wiederholt in Einzelgesprächen vor, um ihnen Mut zu machen. Im Verlauf der Woche fielen die Bemühungen des Stürmertrios bereits erfolgreicher aus. Noch bleiben einige Tage bis zum Schlüsselspiel gegen Kroatien: Ein frühes Schweizer Tor wäre dann das beste, was dem leicht verunsicherten Nationalteam passieren könnte.

(René Baumann, Obidos/Si)

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