«Wer will sich da verheizen lassen?»
publiziert: Dienstag, 17. Aug 2010 / 08:40 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Aug 2010 / 09:47 Uhr

Strategisches Ränkeschmieden gestern Nacht bei der SVP-Fraktion: Die Partei gab bekannt, dass sie einen Kandidaten für die Bundesratswahl aufstellen möchte.

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Der Entscheid fiel mit 48 zu 2 Stimmen, wie Fraktionschef Caspar Baader vor den Medien in Bern sagte: Die SVP tritt mit einem eigenen Kandidaten oder einer Kandidatin zu den Bundesratswahlen an. Wen sie als Kandidaten aufstellt, ist bislang noch unbekannt.

Hanspeter Trütsch, Bundeshausredaktor vom «Schweizer Fernsehen», gab dem Vorhaben in der Sendung «Tagesschau Nacht» wenig Chancen: «Aus heutiger Sicht, fünf Wochen vor der Wahl, sind die Chancen sehr gering, weil die SVP die Unterstützung einer zweiten Fraktion bräuchte», erklärte Trütsch.

Die zweite Fraktion könne zum Beispiel die FDP sein, doch die wolle das wohl nicht riskieren, weil sie mit der SP zusammen Interesse daran hat, dass beide Sitze, ihr Sitz und der der SP, gerettet werden.

Insofern sei das Vorgehen der SVP ein «taktisches Manöver». Als möglichen Kandidat nannte Trütsch Peter Spuhler aus dem Kanton Thurgau, doch er erhob gleichzeitig Zweifel, ob Spuhler sich diese Kandidatur antun wolle. «Wer will sich bei dieser schwierigen Konstellation verheizen lassen?»

(fkl/news.ch)

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