Wer wird Köbi Kuhns Nachfolger?
publiziert: Donnerstag, 11. Okt 2007 / 00:01 Uhr

Köbi Kuhns Amtszeit endet im kommenden Sommer nach sieben sehr erfolgreichen Jahren. Noch achteinhalb Monate hat der Nationalmannschafts-Delegierte Ernst Lämmli Zeit, einen Nachfolger zu finden. Eine äusserst heikle Angelegenheit.

Ernst Lämmli will sich für die Entscheidung auch mit Köbi Kuhn besprechen.
Ernst Lämmli will sich für die Entscheidung auch mit Köbi Kuhn besprechen.
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Ernst Lämmli, seit Kuhns Bekanntgabe seiner Demission nach dem EM-Final 2008 ist schon einige Zeit vergangen. Können Sie schon den neuen Schweizer Nationalcoach nennen?

Ernst Lämmli: «Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass ich Ihnen jetzt den Namen sage?»

Wenn Sie ihn wüssten, wäre er wohl schon bekannt. Oder soll sein Name bis nach der EM geheim bleiben?

Ernst Lämmli: «Das wäre mir eigentlich am liebsten, doch ich weiss, dass dies nicht realistisch ist. Der neue Nationalcoach soll vor der eigentlichen EM-Vorbereitung bekannt sein. Also spätestens Anfang Mai 2008. Lieber aber noch früher, denn unser Entscheid soll die EM-Vorbereitung nicht belasten oder beeinflussen.»

Sie sagen «unser Entscheid». Wie läuft der Prozess ab?

Ernst Lämmli: «Gemäss Statuten hat das neunköpfige Komitee der Swiss Football League das Vorschlagsrecht gegenüber dem SFV-Zentralvorstand. Die sieben Mitglieder des SFV-Zentralvorstandes werden danach die Wahl treffen.»

Wer erstellt denn die Kandidatenliste und führt die Gespräche mit allfälligen Interessenten?

Ernst Lämmli: «Reglementarisch gesehen hätte ich als Nationalmannschafts-Delegierter das alleinige Vorschlagsrecht gegenüber dem SFL-Komitee. Ich will das aber nicht so handhaben und habe mich bereits zu einem ersten Gespräch mit SFL-Präsident Peter Stadelmann getroffen. Nächste Woche legen wir zusammen konkret fest, wie es weiter gehen soll. Ich denke, dass wir uns schliesslich auf einen Namen festlegen und diesen dem Komitee vorlegen. Und es wäre ein schlechtes Zeichen, wenn unser Vorschlag vom Komitee nicht übernommen würde.»

Haben Sie schon viele Bewerbungen erhalten?

Ernst Lämmli: «Nein, solche sind offiziell noch keine eingegangen. Aber ich habe schon von verschiedenen Personen gehört, die ihr Interesse in Interviews bekundeten.»

Einer davon soll Ottmar Hitzfeld...

Ernst Lämmli: «Ja, ich hörte im Radio davon. Das ist natürlich erfreulich. Ich kann einen solchen Interessenten nicht einfach ignorieren. Aber es gibt schon verschiedene Fragen, die im Zusammenhang mit einem solchen Namen vorgängig abgeklärt werden müssen. Beispielsweise müssen wir unseren finanziellen Spielraum klar definieren.»

Der Name Hitzfeld im Zusammenhang mit der Nationalmannschaft könnte doch auch neue Geldquellen bei aktuellen oder potenziellen Sponsoren erschliessen..

Ernst Lämmli: «Ja, das ist vorstellbar, aber nicht garantiert.»

Für Köbi Kuhn kommt in erster Linie eine interne Lösung in Frage. Er favorisiert seinen Assistenten Michel Pont. Hat Kuhn bei der Evaluation seines Nachfolgers ein Mitspracherecht?

Ernst Lämmli: «Das ist reglementarisch nicht vorgesehen. Aber sicher werden wir uns in der Entscheidungsfindung mit wichtigen Exponenten wie Köbi Kuhn oder auch dem Technischen Direktor Hansruedi Hasler unterhalten.»

Wie stehen denn Sie zum Vorschlag von Köbi Kuhn?

Ernst Lämmli: «Michel Pont gehört ganz bestimmt zum Kandidaten-Pool. Er war bei allen Erfolgen unter Kuhn dabei, verhält sich loyal und leistet hinter den Kulissen sehr gute Arbeit. Wir hatten mit der internen Lösung von Kuhn als Nachfolger von Enzo Trossero eine sehr gute Wahl getroffen. Und auch mit Bernard Challandes als Nachfolger von Kuhn als U21-Trainer zeigten wir ein glückliches Händchen. Wenn wir zuletzt zweimal erfolgreich handelten, muss das aber nicht bedeuten, dass wir uns wieder für eine interne Lösung entscheiden. Es gilt, seriös alle Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen.»

(von René Baumann, Feusisberg/Si)

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