Werner Salzmann neuer Präsident der bernischen SVP
publiziert: Donnerstag, 1. Nov 2012 / 11:10 Uhr

Belp - Der neue Berner SVP-Präsident heisst Werner Salzmann. Der 50-jährige Ingenieur Agronom setzte sich in einer mit Spannung erwarteten Ausmarchung knapp gegen den Chef der SVP-Grossratsfraktion, Peter Brand, durch.

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Salzmann kam schliesslich auf 224 Stimmen, Brand auf 214. Die Wahl des neuen Berner SVP-Präsidenten hatte im Vorfeld viel zu reden gegeben. Brand ist langjähriger Grossrat und seit 2008 Fraktionschef. Salzmann hingegen hat kein grösseres politisches Amt inne, ist jedoch Mitglied des Zentralvorstands der SVP Schweiz.

Salzmann, so war im Vorfeld verschiedentlich zu hören, geniesse die Fürsprache der SVP-Mutterpartei, da er klarer auf deren Linie politisiere. Brand genoss indessen grossen Rückhalt in der SVP-Grossratsfraktion.

Werner Salzmann stammt aus dem bernischen Mülchi. Er ist Ingenieur Agronom und arbeitet bei der Berner Steuerverwaltung als Chefexperte Landwirtschaft.

Nachrutschen in den Nationalrat

Die Wahl Salzmanns könnte sich auch auf die nationale Politik auswirken. SVP-Nationalrat Hansruedi Wandfluh hatte jüngst angetönt, allenfalls vorzeitig zurückzutreten, um Salzmann Platz zu machen. Denn es wäre gut, wenn der bernische SVP-Präsident im Nationalrat sitzen würde.

Doch dies dürfte sich nicht ganz so einfach gestalten. Salzmann ist nämlich nicht erster Ersatzmann, sondern zweiter. Ihm vor der Sonne steht der Bernjurassier Jean-Pierre Graber, der stets klar machte, er werde Salzmann nicht den Vortritt lassen.

Auf Graber ruhen nämlich die Hoffnungen des Berner Juras, doch wieder einen Vertreter unter der Bundeshauskuppel zu haben.

Salzmann ersetzt Nationalrat Rudolf Joder, der die Berner Kantonalpartei seit 2006 leitete. In Joders Amtszeit fiel unter anderem die Abspaltung der BDP von der SVP im Jahr 2008.

Mit Salzmann als SVP-Präsidenten haben nun die bürgerlichen Parteien im Kanton Bern alle neue Kräfte an der Spitze. Damit könnte auch die in den letzten Jahren oft gescheiterte bürgerliche Zusammenarbeit wieder besser gelingen. 2014 wählt der Kanton Bern Parlament und Regierung.

(asu/sda)

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