Berner Nationalratskandidat
Werner Salzmann verzichtet auf Beschwerde
publiziert: Donnerstag, 27. Okt 2011 / 11:47 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 27. Okt 2011 / 12:24 Uhr
Jean-Pierre Graber (r.) ist erster Ersatzmann für in den Nationalrat.
Jean-Pierre Graber (r.) ist erster Ersatzmann für in den Nationalrat.

Bern - Der Kanton Bern muss die Resultate der Nationalratswahlen nicht nachzählen: Der bei den Wahlen hauchdünn geschlagene SVP-Kandidat Werner Salzmann verzichtet auf eine Wahlbeschwerde. Damit bleibt der bisherige Nationalrat aus dem Berner Jura, Jean-Pierre Graber, erster Ersatzmann der SVP.

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Salzmann erschien am späten Sonntagabend zuerst mit 38 Stimmen Vorsprung auf dem neunten Platz der bernischen SVP-Liste und war damit erster Ersatzmann. Nach einer Korrektur der Resultate am Montag rangierte er plötzlich mit einer einzigen Stimme Differenz auf Rang 10 hinter Graber.

Wird am 20. November SVP-Vertreter Adrian Amstutz bei der bernischen Ständerats-Stichwahl in der kleinen Kammer bestätigt, rutscht somit im Nationalrat Graber nach. Das würde bedeuten, dass der Berner Jura seinen einzigen Vertreter im Nationalrat halten könnte.

Allerdings kündigte Graber am Montag seinen Rückzug aus der Politik an - zu einem Zeitpunkt, als er definitiv abgewählt schien. Seither hat er keine Stellung zu den neusten Entwicklungen genommen.

Kleine Differenz sportlich hingenommen

Vor den Medien in Bern sagte Salzmann am Donnerstag, auch ein Resultat mit nur einer Stimme Unterschied sei zu akzeptieren. Er nehme das sportlich auf und vertraue darauf, dass das Resultat nun richtig sei.

Zudem scheine ihm es wichtig, dass der Berner Jura im Nationalrat vertreten sei. Mit seinem Verzicht wolle er auch dazu beitragen, dass der Berner Jura am 20. November für Amstutz stimme. Als weiteren Grund für seinen Verzicht gab Salzmann den grossen Aufwand an, den ein Nachzählen für den Kanton Bern bedeutet hätte.

Neues wurde am Donnerstag auch zum Fehler bekannt, der Salzmann fälschlicherweise zuerst auf Rang 9 der SVP-Liste brachte. Schon am Sonntagnachmittag habe das richtige Resultat der Gemeinde Eschert BE vorgelegen, sagte die bernische Vizestaatsschreiberin Christiane Aeschmann am Rand der Medienkonferenz Salzmanns. Übermittelt worden sei dann aber «leider, leider» das Resultat eines Testlaufs.

(joge/sda)

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